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Der Norweger Bjarte Myrhol kam 2009 aus Nordhorn zu den Löwen © dpa Picture Alliance

Die Krebserkrankung Bjarte Myrhols schockt die Löwen, der Norweger gibt sich kämpferisch. Und es gibt eine neue Hiobsbotschaft.

Von Julian Meißner

München - Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab bei den Rhein-Neckar Löwen.

Einen Tag, nachdem bekannt wurde, dass Bjarte Myrhol an Hodenkrebs erkrankt ist, kam heraus, dass der Bundesligist womöglich auch länger als gedacht auf Torwart Goran Stojanovic verzichten muss.

Der Neuzugang vom VfL Gummersbach hatte sich am Ende der abgelaufenen Saison einer Bandscheibenoperation unterzogen, klagte nun aber erneut über Beschwerden.

"Mir geht es nicht gut, vielleicht ist noch eine zweite Operation notwendig", sagte der Montenegriner.

Der 34 Jahre alte Schlussmann wäre nach Ivan Cupic (Schulteroperation) und Myrhol der dritte Langzeitausfall bei den Mannheimern.

Svensson als "Notnagel"

Die Löwen hatten als "Notnagel" und nach einer wochenlangen Hängepartie den schwedischen Torwart-Routinier Tomas Svensson aus Valladolid verpflichtet (126233DIASHOW: Die HBL-Wechselbörse).

Der 43-Jährige könnte nun neben Stamm-Keeper Henning Fritz wesentlich länger zum Einsatz kommen als zunächst geplant.

Nicht der erste Schicksalsschlag

Der Norweger Myrhol ist bereits operiert worden und hat zwei Zyklen Chemotherapie vor Augen. "Ich werde alles tun, um der Mannschaft schnellstmöglich wieder helfen zu können", sagte der Star-Kreisläufer.

In seinem Klub kennt man sich aus mit Schicksalsschlägen: Erst vergangenes Jahr hatte der Pole Karol Bielecki nach einem unglücklichen Zusammenprall ein Auge verloren und sich dennoch wieder zurück ins Team gekämpft.

Myrhol, der nach eigener Aussage gute Chancen auf vollständige Genesung hat, fügte an: "Zunächst steht nun die Gesundheit im Vordergrund, aber dann wieder der Handball."

Er dankte seinem Verein, aber vor allem Freundin Charlotte für die Unterstützung: "Wir beide stehen das gemeinsam durch."

Storm macht Mut

Manager Thorsten Storm sagte: "Eine so schwere Krankheit ist ein großer Schock für uns alle. Und jetzt geht es auch nicht um Sport, sondern nur um die Gesundheit von Bjarte."

Der Geschäftsführer ist guter Hoffnung: "Ich habe ihn in den verschiedensten Situationen sehr schätzen gelernt. Er ist ein großer Kämpfer. Er wird auch diesen Kampf mit sehr viel positiver Energie angehen."

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