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Marcin Lijewski wechselte 2008 von der SG Flensburg-Handewitt nach Hamburg © dpa Picture Alliance

Nach Carlen müssen die Hamburger nun auch auf Marcin Lijewski verzichten. Martin Schwalb schließt einen Transfer nicht aus.

Von Annette Bachert

München - Und wieder ein Verletzter beim HSV Handball:

Nach Mimi Kraus fällt mit Marcin Lijewski binnen kurzer Zeit schon der zweite Rückraum-Shooter beim Deutschen Meister aus.

Der polnische Nationalspieler zog sich am vergangenen Wochenende eine Zerrung der Sprunggelenkskapsel und Einrisse im Innenband zu. Etwa zwei Wochen wird der 33-Jährige pausieren müssen.

"Das Ziel für Marcin könnte der Bundesliga-Start sein, aber auch nur, wenn bis dahin alles ausgestanden ist. Wir werden nichts übereilen", sagte Trainer Per Carlen.

Nicht nur Fragmente auf dem Feld

Und auch der zweite Halb-Rechte der Hamburger wird seiner Mannschaft erst in einigen Wochen wieder aktiv helfen können. Trainer-Sohn Oscar Carlen befindet sich nach seinem Kreuzbandriss im Februar noch im Aufbautraining und wird auch erst im Oktober wieder auf der Platte stehen.

Somit gehen die Hansestädter voraussichtlich ohne gelernten Rückraum rechts in die Saison.

Dennoch ist kein neuer Spieler in Sicht. Geschäftsführer Martin Schwalb schloss einen kurzfristigenTransfer bei SPORT1 allerdings nicht aus: "Es ist ja nicht so, dass die Mannschaft nur noch aus Fragmenten besteht. Wenn wir der Meinung sind, wir müssen uns verstärken, werden wir das tun."

Und Coach Carlen erklärte: "Wir spielen mit den Leuten, die wir haben. Und diese muss man nun besonders unterstützen."

Lackovic ersetzt Lijewski

Zuletzt erklärte Coach Carlen noch, dass "Domagoj Duvnjak oder Mimi Kraus im rechten Rückraum spielen können". Doch mit Kraus fällt nun einer der möglichen Vertreter für mindestens zwei Monate aus.

Der deutsche Nationalspieler wird dem HSV nach seinem Autounfall (Bericht) wohl frühestens Ende Oktober wieder zur Verfügung stehen (126233DIASHOW: Die HBL-Wechselbörse).

Beim 24:23-Sieg gegen die SG Flensburg-Handewitt im Finale des Heide-Cups (Bericht) spielten Duvnjak und Blazenko Lackovic auf der halbrechten Position.

"Es ging alles über den Kampf"

Kreisläufer Bertrand Gille sprang zwischendurch sogar auf der Spielmacher-Position für den nach rechts gerutschten Duvnjak ein und Bruder Guillaume absolvierte nach einer Achillessehnen-Reizung die ersten Partien der Vorbereitung.

Trainer Carlen zeigte sich mit der personellen Rochade zufrieden: "Wegen der Ausfälle, und nun auch noch gleich zwei auf ein und derselben Position, mussten wir umstellen. Aber die Mannschaft hat das super gemacht. Es war die Aufgabe, diesen erschwerten Kampf anzunehmen, und heute ging auch alles nur über den Kampf."

Auch Kiel gebeutelt

Kämpfen muss derzeit auch der THW. Der DHB-Pokalsieger gewann am Wochenende zwar wie der HSV ein Vorbereitungs-Turnier, musste aber ebenso auf wichtige Spieler verzichten.

Christian Zeitz, Daniel Narcisse, Filip Jicha und Daniel Kubes wurden geschont, sollten aber zu Saisonbeginn wieder fit sein.

Als letzte Standort-Bestimmung vor dem Bundesliga-Start geht es für die beiden Top-Teams dann zum Supercup nach München (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Wer beim HSV dann im rechten und bei Kiel im linken Rückraum zu sehen sein wird, steht noch in den Sternen.

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