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THW-Kapitän Marcus Ahlm (r.) spielt seit 2003 in Kiel © dpa Picture Alliance

Die Topfavoriten rechnen mit großer Gegenwehr im Titelkampf. THW-Coach Gislason hat gleich fünf Konkurrenten auf dem Zettel.

Hamburg/Kiel - Die beiden Rivalen sind sich einig:

Sowohl der Deutsche Meister HSV Hamburg als auch der Pokalsieger THW Kiel erwarten für die in zehn Tagen beginnende Toyota-HBL-Saison mehr als einen Zweikampf um den Titel.

"Die Konkurrenz ist stärker geworden, auch die Rhein-Neckar-Löwen, die SG Flensburg-Handewitt und die Füchse Berlin sind zu beachten", sagte THW-Trainer Alfred Gislason. "Und Magdeburg und Göppingen können für Überraschungen sorgen."

Auch der Ex-Coach und neue HSV-Präsident Martin Schwalb glaubt nicht, dass sich das Meisterschaftsrennen nur auf Rekordmeister Kiel und Titelverteidiger HSV reduziert: "Diese beiden Mannschaften sind im Moment vielleicht noch einen ganz kleinen Tick voraus, aber ich kann mir gut vorstellen, dass mindestens ein dritter Klub auf Augenhöhe mitspielen kann."

HSV bleibt hungrig auf Titel

Die beiden Erzrivalen treffen bereits in der kommenden Woche erstmals aufeinander, ehe vier Tage später das erste Saisonspiel ansteht.

Am 30. August wird in der Münchner Olympiahalle das Endspiel um den Supercup (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ausgetragen, ein Finalsieg ist für HSV-Kapitän Pascal Hens durchaus ein wichtiges Ziel. "Wir sind hungrig auf weitere Titel und möchten gerne wieder etwas in die Luft strecken", erklärte der Nationalspieler.

Kiel will Triple

Bei den Kielern die erstmals seit sechs Jahren nicht als Titelverteidiger in die neue Saison gehen, hat das Selbstbewusstsein nicht gelitten: "Wir wollen alle Titel holen und jedes Spiel gewinnen", sagte Gislason.

Heißt: Meisterschaft und Champions League zurück nach Kiel holen und den DHB-Pokal verteidigen. 126233(DIASHOW: Die HBL-Wechselbörse)

Der HSV gibt sich im Jahr Eins nach der ersten Meisterschaft deutlich bescheidener. "Unser Ziel ist es, einen Titel zu gewinnen", sagte der neue Trainer Per Carlen. "In der Bundesliga, im Pokal oder in der Champions League."

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THW hat derzeit die besseren Karten

Die Vorteile scheinen derzeit beim Herausforderer zu liegen: Der THW ist ohne neue Spieler schon jetzt eingespielt und bestritt die Vorbereitung bisher ohne Niederlage.

In Daniel Narcisse und Kim Andersson sind zudem zwei Langzeitverletzte wieder zurück. "Ich bin sehr froh, nach so langer Zeit wieder dabei zu sein. Die Baustellen an meinem Körper halten", sagte Andersson: "In den vergangenen harten Wochen der Vorbereitung habe ich gemerkt, dass die Mannschaft sehr weit ist und wir unsere Ziele, möglichst alle Titel zu holen, erreichen können."

Den HSV plagen derzeit hingegen große Verletzungssorgen (BERICHT: Linkshänder-Schwund beim HSV). Nationalspieler Michael Kraus (Innenbandriss) Marcin Lijewski (Sprunggelenksverletzung) sowie Trainer-Sohn Oscar Carlen (Reha nach Kreuzbandriss) fehlen dem Meister vorerst.

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