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Daniel Kubes wechselte 2010 vom TBV Lemgo zum THW Kiel © getty

Die Bestürzung und Trauer nach dem Unfalltod der Methe-Zwillinge steht beim THW-Heimsieg über den TBV Lemgo im Vordergrund.

Kiel - Der unbesiegbare THW Kiel schüttelt seine Herausforderer in der Toyota HBL mit Leichtigkeit ab (DATENCENTER: Die Toyota HBL).

Der deutsche Rekordmeister bezwang am Samstag den TBV Lemgo 35: 26 (16:10) und feierte den zwölften Sieg im zwölften Saisonspiel - seinen Startrekord baute der THW damit auf 24:0 Punkte aus.

Das Spiel stand immer noch stark unter dem Eindruck des Unfalltodes der Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe, die am Freitagabend mit ihrem PKW auf der Anreise zum Spiel HBW Balingen gegen SC Magdeburg verunglückt waren.

Beide Mannschaften trugen Trauerflor, vor dem Beginn ehrten Spieler und Zuschauer die verstorbenen Zwillingsbrüder aus Hessen mit einer Schweigeminute.

Lemgo chancenlos

Anschließend ließ der THW auch seinem zwölften Gegner in dieser Spielzeit keine Chance.

Lemgo, zweimaliger Meister und ehedem ein Rivale auf Augenhöhe, war in der Sparkassen-Arena spätestens mit dem Tor zum 24:16 in der 43. Minute abgehängt - die 10.250 Zuschauer lehnten sich zurück.

Bester Kieler Werfer war der schwedische Rückraumspieler Kim Andersson (sieben Tore), Mait Patrail traf sechs Mal für die Gäste (STENOGRAMME: Der 10. Spieltag).

[kaltura id="0_ovviunpu" class="full_size" title="Kehrmann Ich war zehn Minuten wie versteinert "]

Ahlm fällt länger aus

Der THW musste den zwölften Saisonsieg allerdings teuer bezahlen: Kapitän Marcus Ahlm wird den Kielern längere Zeit fehlen. Der 33 Jahre alte Schwede konnte die Partie nach einem Zusammenprall (13.) mit Sebastian Preiß nicht mehr fortsetzen.

Der erste Verdacht auf einen Kreuzbandriss im rechten Knie bestätigte sich allerdings nicht, weitere Untersuchungen sollen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.

"Der Ausfall von Marcus trifft uns hart. Wenn er uns länger fehlen sollte, wären wir darauf nicht vorbereitet", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

Kehrmann "wie versteinert"

Im Vordergrund stand sowieso die Trauer um Methe/Methe.

"Ich war zehn Minuten wie versteinert. Da tritt der Sport in den Hintergrund. Das ist sehr tragisch, es war nicht einfach, an diesem Tag zu spielen", sagte Lemgos Florian Kehrmann bei SPORT1.

Lemgo, das zum 100. Vereinsjubiläum einen personellen Umbruch eingeleitet hatte, hat 12:8 Punkte auf dem Konto, also zwei Spiele weniger absolviert als der THW.

Auf den zweiten Platz verbesserten sich die Füchse Berlin (17: 5), die ihr Spiel beim Tabellenletzten TV Hüttenberg souverän 30:20 (14:11) gewannen.

Die SG Flensburg-Handewitt (16:6) verbuchte einen 36:20 (19:12)-Pflichtsieg gegen Eintracht Hildesheim, im Tabellenmittelfeld besiegte der TSV Hannover-Burgdorf die HSG Wetzlar 30:24 (16:10).

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