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Der Däne Daniel Svensson spielt seit 2011 beim TuS N-Lübbecke © getty

Der Tabellen-Dritte aus Mannheim verliert beim TuS N-Lübbecke. Svensson trifft mit der Schlusssirene. Magdeburg siegt deutlich.

München - Konsterniert starrten Spieler und Betreuer der Rhein-Neckar Löwen nach der Partie beim TuS N-Lübbecke auf die Anzeigetafel.

32:31 stand dort nach 60 Minuten zu lesen, 32:31 für die Gastgeber - dabei war es noch wenige Sekunden zuvor ein 31:31 gewesen.

Doch dann kam wie so oft in diesem Spiel Daniel Svensson aus der Tiefe des Lübbecker Rückraumes. Mit einem Schlagwurf aus 14 Metern versetzte der Däne den Löwen mit dem Schlusspfiff den K.o.

"Das ist ein Rückschlag, den wir uns selbst zuschreiben müssen. Das ist sehr enttäuschend, weil der Sieg für Lübbecke letztlich auch nicht unverdient war", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm.

"Habe einfach draufgehalten"

Dabei hatten die Badener die Partie vor 2142 Zuschauern über weite Strecken im Griff und führten zwischenzeitlich mit drei Treffern, verpassten es aber immer wieder, den Sack zuzumachen.

Außerdem hatte Lübbecke an diesem Abend einen Mann in seinen Reihen, der für die besonderen Momente zuständig war.

"Ich habe einfach draufgehalten und gehofft, dass er reingeht", sagte Svensson über seinen entscheidenden letzten Wurf. Der dänische Nationalspieler wurde für die Mannheimer zum Albtraum, er pfefferte Löwen-Keeper Goran Stojanovic die Bälle nur so um die Ohren.

Sieben Treffer gingen am Ende auf das Konto des 29 Jahre alten Rückraumspielers - in den zehn Partien davor hatte er insgesamt gerade mal 16 Treffer erzielt.

In Lübbecke hofft man nun, dass der Knoten bei dem im Sommer vom spanischen Klub Toledo nach Ostwestfalen gewechselten Svensson endlich geplatzt ist.

Gelungenes Comeback von Cupic

Gegen die Löwen beeindruckte der 105-Kilo-Mann mit seiner Wurfkraft und erwies sich als echte Bereicherung im Spiel der Lübbecker, die mit ihrem sechsten Saisonsieg nun auf Platz neun der Tabelle liegen.

Die Mannheimer rutschten dagegen nach der dritten Saisonpleite auf den fünften Rang ab und haben den Kontakt zur Spitze vorerst verloren (DATENCENTER: Die Toyota HBL).

Positiv war immerhin das Comeback von Ivan Cupic: Der Kroate erzielte dreieinhalb Monate nach seiner schweren Schulterverletzung sieben Tore und war zusammen mit Bjarte Myrhol bester Werfer der Löwen.

[kaltura id="0_bkiycymx" class="full_size" title="Der 11 Spieltag kompakt"]

Wichtiger Sieg für Gummersbach

In Gummersbach riss derweil ein 20-jähriger Franzose die 2056 Zuschauer in der Eugen-Haas-Halle von den Sitzen.

Kentin Mahe sorgte fast im Alleingang dafür, dass der VfL im Abstiegsduell der Toyota HBL gegen Schlusslicht Hüttenberg mit 35:32 (15:16) die Oberhand behielt. Zwölf Treffer bei zwölf Versuchen - VfL-Trainer Sead Hasanefendic kam nicht umhin, Mahe als "Matchwinner der Partie" zu loben.

Der Youngster entwickelt sich im Spiel der Gummersbacher immer mehr zu einer Führungsfigur und behält trotz seiner erst 20 Jahre auch in schwierigen Situationen die Nerven (STENOGRAMME: Der 11. Spieltag).

Gegen Hüttenberg riss "Tinou" das Spiel nach dem 21:25-Rückstand (44.) an sich, glänzte als Torschütze und Vorbereiter und war Garant dafür, dass der VfL einen "Big Point" im Abstiegskampf machte. Mit dem dritten Saisonerfolg hat der einstige Rekordmeister den Anschluss ans untere Mittelfeld wieder hergestellt.

Lemgo besiegt Melsungen

Der SC Magdeburg hat sich nach vier Niederlagen in Folge eindrucksvoll zurückgemeldet und seine Ambitionen auf einen internationalen Startplatz unterstrichen.

Die Bördeländer ließen in ihrem ersten Spiel nach dem Unfall der tödlich verunglückten Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe Hannover-Burgdorf beim 41:26 (19:11) keine Chance.

Magdeburg ist jetzt Sechster, auf Platz sieben folgt der TBV Lemgo, der die MT Melsungen 34:30 (16:15) in die Schranken wies. Bei den Lipperländern feierte Rolf Hermann bei seinem Saisondebüt nach Schulter-Operation mit sechs Treffern ein starkes Comeback.

Siege für Kiel und Hamburg

Der Bergische HC hat das Aufsteigerduell bei Eintracht Hildesheim für sich entschieden.

Nach dem 34:29 (16:17)-Erfolg hat der Bergische HC als Drittletzter nun 6:16 Punkte auf dem Konto und stellte den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld her. Hildesheim wartet weiter auf den zweiten Saisonsieg und bleibt mit 2:20 Zählern Vorletzter.

Unter der Woche siegten bereits die beiden Top-Teams. Titelverteidiger HSV Hamburg gewann 31:22 (15:13) gegen den TV Großwallstadt. Tabellenführer THW Kiel siegte bei der HSG Wetzlar mit 28:24 (12:11).

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