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Domagoj Duvnjak (hinten) herzt Pascal Hens nach dessem Gala-Auftritt gegen Lemgo © imago

Nach schwachem Saisonstart feiern die Hanseaten Siege in Serie. Sinnbildlich für den Höhenflug des HSV steht Pascal Hens.

Hamburg - Innerhalb von nur drei Wochen vom Bankdrücker zum Matchwinner:

Nationalmannschafts-Kapitän Pascal Hens durchlebt im Schnelldurchlauf die Höhen und Tiefen des Sportler-Daseins.

Beim 36:28-Sieg des Deutschen Meisters HSV Hamburg beim TBV Lemgo (Bericht) präsentierte sich der Weltmeister von 2007 in Galaform, erzielte zehn Treffer und steht symptomatisch für den Aufschwung der Hanseaten.

"Der kann heute auch vom Parkplatz werfen und trifft dann wahrscheinlich immer noch", sagte der verletzte Teamkollege Bertrand Gille in der Halbzeitpause anerkennend (STENOGRAMME: Der 12. Spieltag).

"Naja, ganz stimmt das nicht. Ich war im Spiel nur bei zehn Treffern von elf Versuchen", sagte Hens lachend bei SPORT1. " Ich bin sehr zufrieden. Für einen Rückraumschützen ist das schon überragend."

Eines ist jedoch ganz sicher: "Pommes" ist in Hamburg wieder "in".

"Pommes" als Sahnehäubchen

Beim Supercup der Nationalmannschaft vor knapp drei Wochen saß Pascal Hens noch frustriert auf der Bank. Nun ist der 31 Jahre alte Rückraumspieler im Verein wieder der Mann für die besonderen Würfe.

Auch wenn alle beim HSV den Erfolg des Teams in den Vordergrund stellten, Shooter Hens machte den Unterschied. "Das war eine Top-Mannschaftsleistung. Aber Pommes war das Sahnehäubchen", brachte es Torhüter Johannes Bitter auf den Punkt.

Hens spielt sich in Rausch

Hens feuerte den TBV-Torhütern Carsten Lichtlein und Nils Dresrüsse die Bälle mit seinen Gewaltwürfen nur so um die Ohren und spielte sich in einen Rausch.

"Symptomatisch war der erste Wurf. Der ging gleich in den Winkel. Momentan habe ich beim Wurf ein sehr gutes Gefühl", führte Hens aus.

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Ansporn durch Pfiffe

Angespornt haben dürften ihn auch die 7750 Zuschauer im Gerry-Weber Stadion im westfälischen Halle, die Hens nach einem Foul in der Anfangsphase an Florian Kehrmann bei jedem Ballkontakt mit einem gellenden Pfeifkonzert begleiteten.

"So etwas pusht schon. Ich bin da auch keinem böse. Viel wichtiger ist, dass ich der Mannschaft helfen konnte, gerade angesichts der Verletzten im Team", sagte Hens.

16. Sieg in Serie

Aber Pascal Hens dürfte angesichts des schwachen Saisonbeginns auch eine gewisse Genugtuung gespürt haben. Mit seiner Gala in Halle hat es der 2,03 m große Schlaks seinen Kritikern erneut gezeigt und befindet sich wie sein Klub im Aufschwung.

Für die Hamburger war es der mittlerweile 16. Pflichtspielsieg in Serie, nach schlechtem Saisonstart mit Niederlagen gegen die Füchse Berlin und die Rhein-Neckar Löwen hat der HSV zu alter Stärke zurückgefunden. (DATENCENTER: Die Toyota HBL)

"Ich bin sehr zufrieden. Wir haben sehr gut gespielt und sind weiter in der Erfolgsspur", sagte HSV-Trainer Per Carlen.

Ungeschlagen ins Topspiel

Die Hanseaten sind erster Verfolger des in der Bundesliga immer noch ungeschlagenen Rivalen THW Kiel und wollen bis zum Knaller gegen die "Zebras" am 11. Dezember (17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in der Liga keinen Punkt mehr abgeben.

Zunächst ist der HSV aber in der Champions League gefordert. Und im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr LIVESCORES) gegen Wisla Plock will der noch unbesiegte HSV dem polnischen Meister wieder ordentlich "Pommes" servieren.

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