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Johnny Jensen gewann 2004 mit Flensburg die Meisterschaft © imago

Die Flensburger Krise geht weiter. Zudem zieht die SG ihren Einspruch gegen die Wertung des Löwen-Spiel zurück. Kiel stellt Rekord auf.

München - Die SG Flensburg-Handewitt befindet sich weiter in der Krise.

Beim 30:30 bei der HBW Balingen-Weilstetten musste der Ex-Meister erneut einen Rückschlag hinnehmen und rutschte mit 22:14 Zählern auf Platz sechs ab.

Zudem zogen die Flensburger ihren Protest gegen die Wertung des Spiels gegen die Rhein-Neckar Löwen (29:30) zurück.

"Wir haben mit unseren Juristen beratschlagt und sehen keine Aussicht auf Erfolg", teilte Geschäftsführer Fynn Holpert mit.

Ausgleich nach der Schlusssirene

Die Flensburger hatten Protest gegen die Spielwertung eingelegt, da nach ihrer Ansicht der Treffer von Oscar Carlen zum 30:30 noch in der regulären Spielzeit gefallen war.

Das Kampfgericht hatte in der Begegnung am 23. Dezember entschieden, das Tor sei erst nach Ablauf der Uhr erzielt worden.

Kiel stellt Startrekord auf

Mit einem Startrekord und einer geglückten Revanche verabschiedete sich Meister THW Kiel in die sechswöchige WM-Pause und profitierte erneut von den Schwächen der Konkurrenz.

Der Rekordchampion feierte beim 33:25-Erfolg bei Aufsteiger TSV Dormagen den 17. Sieg in Serie, rehabilitierte sich für den einzigen Punktverlust der Saison und stellte mit 35:1 Punkten nach 18 Begegnungen eine Bestmarke in der Bundesliga-Geschichte auf.

Trainer ist stolz wie Oskar

Die 15. Meisterschaft dürfte dem Champions-League-Sieger von 2007 bei acht Punkten Vorsprung kaum noch zu nehmen sein.

"Ich bin einfach nur stolz auf meine Mannschaft. Sie leistet Großartiges", sagte THW-Trainer Alfred Gislason, dessen Team sich den einzigen Punktverlust am ersten Spieltag gegen Dormagen erlaubte. Die bisherige Bestmarke hielt der TBV Lemgo, der in der Saison 2002/2003 nach 34:0 Zählern die erste Niederlage hinnehmen musste.

Lemgo patzt bei Melsungen

Der TBV hat sich derweil nach der überraschenden 27:33-Schlappe bei MT Melsungen aus der Rolle eines ernsthaften Verfolgers des souveränen Tabellenführers verabschiedet. "Wir sind leider nicht wie eine echte Mannschaft aufgetreten. Damit trüben wir unsere tolle Hinrunde", meinte Lemgos Sportlicher Leiter Daniel Stephan.

Mit 27:9 Punkten halten die Ostwestfalen aber ebenso wie der punktgleiche SC Magdeburg Kurs auf die Champions-League-Ränge. Magdeburg gewann 29:26 bei Schlusslicht Tusem Essen.

HSV zittert sich zum Sieg

Der HSV Hamburg nutzte am Sonntag die Chance und schob sich durch den siebten Sieg in Folge auf den zweiten Platz.

Beim 29:28 in Wetzlar mussten die Hanseaten jedoch bis zur letzten Minute zittern. 41 Sekunden vor Schluss warf Pascal Hens sein viertes und spielentscheidendes Tor, nachdem der HSV schon 21:25 (44.) zurückgelegen hatte.

Ausgerechnet Sven-Sören Christophersen, mit elf Toren erfolgreichster Schütze der Partie, verpasste mit einem Siebenmeter eine halbe Minute vor dem Ende den Ausgleich für Wetzlar. Bei Hamburg ragte Marcin Lijewski mit acht Toren heraus.

Punktabzug bleibt bestehen

Die HSG Nordhorn (19:13) setzte sich unterdessen 27:23 bei GWD Minden durch, bleibt aber im Tabellenmittelfeld, da die HBL am Sonntag den Abzug von vier Punkten wegen Verstoßes gegen Lizenzauflagen bestätigte. "Der Punktabzug wird auf jeden Fall Bestand haben. Die Fehler sind gemacht worden, wir würden bei jedem anderen Klub ebenso handeln", sagte HBL-Pressesprecher Oliver Lücke.

Besser in Schwung kommen die Rhein-Neckar Löwen (24:12). Sie sind nach einem 31:27 beim TV Großwallstadt schon Fünfter. Der VFL Gummersbach verlor das Duell der Altmeister gegen FA Göppingen (beide 21:15) mit 23:27, während sich die Füchse Berlin beim Stralsunder HV mit 34:24 durchsetzten.

Die Handballer setzen ihre Saison nach der WM in Kroatien (16. Januar bis 1. Februar) fort.

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