vergrößernverkleinern
Der Pole Marcin Lijewski verpasste die EM wegen einer Rippenverletzung © getty

Im Spitzenspiel gegen die Füchse geht es für den HSV um zwei immens wichtige Punkte und ein Zeichen für Neu-Coach Jens Häusler.

München - Nach dem folgenschweren EM-Aus der deutschen Nationalmannschaft und den Verbal-Attacken von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter (Bericht) rückt die Toyota HBL wieder in den Vordergrund - und der Neustart hat es gleich in sich.

Für den Meister HSV Hamburg geht es im Topspiel am Mittwoch (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gegen die Füchse Berlin um mehr als nur zwei Punkte.

Die Norddeutschen haben mit der Entlassung des erst vor der Saison verpflichteten Schweden Per Carlen sowie dem Angebot an Star- und Wunschtrainer Talant Duschebajew turbulente Wochen hinter sich.

"Wollen ja nicht auf die Fresse kriegen"

Für den Rest der Saison ist Jens Häusler der neue Mann auf der Bank, der gleich mal die Richtung vorgibt.

"Wir wollen mit einem erfolgreichen Spiel Platz zwei angreifen. Jeder muss sehen, dass wir uns zerreißen", sagte Häusler.

Und weil Angriff die beste Verteidigung ist, geht auch Präsident Martin Schwalb in die Offensive.

"Wir wollen ja gefeiert werden und nicht auf die Fresse kriegen. Für uns ist es wichtig, das Maximale für den HSV herauszuholen", sagte Schwalb.

Die Verfolger stehen bereit

Das Maximale ist in dieser Spielzeit ohnehin nur noch Platz zwei, das "Projekt Titelverteidigung" musste der HSV aufgrund der Überlegenheit des THW Kiel und der eigenen Unzulänglichkeiten frühzeitig ad acta legen.

Deshalb gilt die volle Konzentration der direkten Qualifikation für die Champions League.

Dafür müssen die Norddeutschen ihren jetzigen dritten Platz mindestens halten, die Verfolger aus Flensburg und Mannheim scharren jedoch mit den Hufen und warten nur auf einen Patzer des Meisters. Für die Hamburger gilt: Verlieren verboten!

Sigurdsson bläst zur Attacke

Die Berliner hingegen gehen nach nur zwei Niederlagen in der Hinrunde mit viel Selbstbewusstsein in das Spitzenspiel des 19. Spieltages.

"Natürlich wird es gegen den Deutschen Meister auswärts nicht leicht. Wir haben jetzt aber über ein paar Jahre gezeigt, dass wir stark sind und gegen jedes Team gewinnen können", sagte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson.

[kaltura id="0_gd9wgdwl" class="full_size" title="Top 5 des All Star Games"]

Gummersbach im Traditionsduell gefordert

Im Tabellenkeller ist Altmeister VfL Gummersbach gefordert.

Nach einer katastrophalen Hinrunde mit nur drei Siegen und zum Teil desolaten Auftritten wollen die Oberbergischen im Kampf um den Klassenerhalt gegen den TV Großwallstadt ein Zeichen setzen.

Der SC Magdeburg (gegen TuS N-Lübbecke) und die Rhein-Neckar Löwen (gegen HBW Balingen-Weilstetten) wollen dagegen mit Siegen ihre Ambitionen auf einen Europapokalplatz unterstreichen.

Für die Löwen geht es nach durchwachsener Hinrunde auch um Wiedergutmachung. Wetzlar und Göppingen kämpfen im direkten Duell um den Anschluss ans obere Mittelfeld.

Kiel zuerst gegen Szeged

Ligaprimus Kiel ist erst am Sonntag gegen Aufsteiger Hüttenberg (ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gefordert.

Zuvor geht es für den deutschen Rekordmeister, der in der Hinrunde mit 36:0 Punkten einen historischen Startrekord aufgestellt hat, am Donnerstag (ab 18.45 LIVESCORES) gegen Pick Szeged um wichtige Punkte in der Champions League.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel