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Nikola Karabatic gewann 2003 mit Montpellier HB die Champions League © getty

Karabatic schürt Wechselgerüchte: Er sei "betroffen von den Attacken einiger Fans" und will wieder unter Serdarusic zu spielen.

Von Michael Spandern

München - Kurz vor den ersten Spielen der WM-Vorrunde hat sich der französische Olympiasieger Nikola Karabatic mit einer "Pressemitteilung", veröffentlicht auf seiner Homepage, zu Wort gemeldet. (DATENCENTER: Der WM-Spielplan)

Doch dem amtierenden Welthandballer brennt nicht das Treiben des Goldfavoriten Frankreich auf den Nägeln (STATISTIK: Die Besten der Besten), sondern Gerüchte, die seinen vorzeitigen Weggang vom THW Kiel vorhersagen.

"Ich ignoriere nicht die Gerüchte, die aktuell über mich und einen möglichen Wechsel vom THW im Umlauf sind. Ich bin tief betroffen von den Attacken einiger Fans", schreibt der 24-Jährige und weist damit auf Gegenwind hin, den er momentan an der Förde abbekommt.

Sehnsucht nach Serdarusic

"Ich verhehle nicht, dass gewisse deutsche und spanische Vereine mit mir Kontakt aufgenommen haben", räumt der Halblinke ein, auch wenn er bei keinem anderen Verein unterschrieben habe.

Doch er liebäugelt offenkundig mit den aufrüstenden Rhein-Neckar Löwen, die Zvonimir "Noka" Serdarusic als Trainer für die kommende Saison geholt haben.

"Ich verhehle nicht, dass mein Wunsch, wieder mit Noka Serdarusic zusammen zu arbeiten groß ist, vor allem, weil ich ein Gefühl habe, das etwas unvollendet ist", betont Karabatic. ("Serdarusic wäre natürlich ein Argument")

"Ihr wisst, was passiert ist"

Als er 2005 in Kiel anheuerte, habe er dies vor allem getan, "um zusammen mit Zvonimir Serdarusic, einer Person, die ich sehr schätze, zu arbeiten. Auch aus diesem Grund habe ich 2007 meinen Vertrag bis 2012 verlängert. Im Gegenzug hat der THW Kiel versprochen, den Vertrag von Noka zu verlängern. Und ihr wisst, was letzten Sommer passiert ist...", schreibt er.

Nach erheblichen Dissonanzen mit Manager Uwe Schwenker musste Serdarusic nach 13 Jahren bei den Kielern seinen Hut nehmen.

"Noch immer verärgert"

"Ich war und ich bin immer noch verärgert von der getroffenen Entscheidung", so Karabatic. Zwar habe er den "Zebras" und ihrem Publikum viel zu verdanken, "aber die Chefs haben ihr Wort nicht gehalten."

Das hat den Franzosen menschlich schwer enttäuscht: "Die Erziehung, die ich von meinen Eltern bekommen habe, hat aus mir einen Mann gemacht, für den Ehrlichkeit und Respekt Grundwerte sind. Wenn ich ein Versprechen mache, halte ich es", legt er den Finger in die Wunde.

Wenn er den THW verlasse, "ist es nur, weil ich die menschlichen Werte über alles andere stelle. Ich bin ein Mann des Wortes, nicht des Geldes."

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