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Rechtsaußen Ole Rahmel kam im Sommer 2011 nach Essen © getty

Der Aufsteiger empfängt mit dem SC Magdeburg einen dicken Brocken. Der Favorit hat Respekt vor dem ostfriesischen Torjäger.

Von Eric Böhm

München - Endlich weht "Am Hallo" wieder Erstligaluft.

Aufsteiger TuSEM Essen hat seinen Einstand in der DKB Handball-Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt zwar verpatzt, die Vorfreude auf das Heimdebüt in der Essener Sporthalle ist aber ungebrochen.

Im Traditionsduell gegen den SC Magdeburg (So., ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ist der dreimalige Deutsche Meister erneut Außenseiter.

"Wir freuen uns natürlich riesig auf das erste Heimspiel gegen Magdeburg. Der SCM ist ein etablierter Erstligist und verfügt über eine sehr gute und erfahrene Truppe", betont Essens Trainer Maik Handschke.

Lehren aus der Packung?

Seine junge Mannschaft mit zahlreichen HBL-Debütanten musste am ersten Spieltag viel Lehrgeld zahlen und deutete erst in der zweiten Hälfte Erstliga-Potenzial an.

"Beim Start in Flensburg haben wir Licht und Schatten gesehen. Wir waren in der ersten Halbzeit etwas beeindruckt vor der Kulisse von 6.000 Zuschauern. Dann hatten wir aber auch gute Phasen", sagt Handschke.

Die Last wird erneut auf den guten Schützen Toon Leenders, Fabian Böhm und Ole Rahmel liegen, die im hohen Norden die erfolgreichsten Werfer der Essener waren.

Insiderwissen über Rahmel

Für Böhm wird es ein besonderes Spiel werden. Der Rückraumspieler lief - wie Teamkollege Hannes Lindt - einst für den SCM auf.

"Insgesamt ist der Rückraum deutlich gefährlicher, als es bei Neuhausen der Fall war", lässt sich Gäste-Trainer Frank Carstens nicht von dem leichten Auftakt-Sieg seines Teams täuschen.

Vor allem Zweitliga-Torschützenkönig Rahmel bereitet ihm Kopfzerbrechen: "Er ist Ostfriese, ihn kenne ich noch aus Aurich. Über die Zwischenstation Gummersbach hat er sich sehr gut entwickelt."

[kaltura id="0_miznmew7" class="full_size" title="HSV-Boss: Fraglich, ob das Geld reicht"]

Kapitän ist fraglich

Personell bangt der drei Jahre nach seinem Zwangsabstieg ins Oberhaus zurückgekehrte TuSEM um Kapitän Andre Kropp, der an einer Kniedehnung laboriert.

Handschke setzt gegen die "auf allen Positionen doppelt gut besetzte Truppe" auf die eigenen Fans.

"Wir müssen in jedem Spiel etwas dazulernen, Gas geben und gemeinsam mit der großartigen Unterstützung unserer Fans Punkte machen", hofft der gebürtige Schweriner.

Personelle sorgen bei Magdeburg

Der dreimalige Europapokalsieger aus Sachsen Anhalts Hauptstadt ist sich seiner Favoritenrolle bewusst und geht die Partie entsprechend konzentriert an.

"Wir wollen im zweiten Spiel den zweiten Sieg holen. In unserem Angriffsspiel brauchen wir Lauffluss und Geduld. Die Essener Verteidigung stellt physisch einiges dar, ist aber noch relativ jung", analysiert Carstens.

Ob Bartosz Jurecki (Knieverletzung) und Yves Grafenhorst (Fußprobleme) in Essen mithelfen können ist ungewiss - Jure Natek (Knieverletzung) und Philipp Weber (Lehrgang Juniorennationalmannschaft) fehlen ohnehin.

"Nach Neuhausen ging es bei Bartosz einen Schritt zurück, gestern im Training wieder einen Schritt nach vorn. Yves ist zu seiner Reizung im Fuß im Training noch umgeknickt. Das hat die Sache nicht besser gemacht", bleibt Carstens skeptisch.

HSV noch weit weg

Zuletzt trafen beide Teams vor zwei Jahren im DHB-Pokal aufeinander. Im September 2010 gewann Magdeburg mit 37:26 im Ruhrgebiet.

Einen vorschnellen Blick auf das folgende Spitzenspiel gegen den HSV Hamburg (Di., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gestattet sich der SCM nicht.

"Wir gucken jetzt nur auf Essen, danach schauen wir weiter", fordert Carstens volle Konzentration auf die Pflichtaufgabe vor der Kür.

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