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Flip Jicha (r.) kam im Sommer 2007 aus Lemgo zu Nikola Karabatic nach Kiel © imago

Die Löwen wollen Nikola Karabatic nicht alleine vom THW loseisen. Angeblich ist ein millionenschweres Dreierpack im Gespräch.

Von Michael Spandern

München - Nach seiner Moral-Schelte gegen die "Chefs" des THW Kiel kommt Nikola Karabatic nicht zu Ruhe.

Der Welthandballer hatte den Kielern Wortbruch vorgeworfen, da sie sich im Sommer von Erfolgstrainer Zvonimir Serdarusic getrennt hatten, Karabatic aber bei seiner Vertragsverlängerung anno 2007 das Gegenteil versprochen haben sollen. (Karabatic fühlt sich vom THW betrogen)

Wahrscheinlich wollte der Rückraum-Star dadurch seinen Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen vorantreiben, die groß investieren und Serdarusic bereits für die nächste Saison unter Vertrag genommen haben. ("Serdarusic wäre natürlich ein Argument")

3,8 Millionen für ein Dreier-Pack?

Doch die Löwen wollen womöglich mehr als Karabatic: Die "Kieler Nachrichten" zitieren jedenfalls Gerüchte, nach denen die Badener auch um Vid Kavticnik und Filip Jicha buhlen.

Und sie hätten für die Drei ein unglaubliches Angebot von 3,8 Millionen Euro unterbreitet. Selbst gedrittelt würde diese Summe den Rekord, den die SG Flensburg-Handewitt im Sommer mit geschätzten 700.000 Euro für Alen Muratovic aufgestellt haben, pulverisieren.

THW-Manager Uwe Schwenker dementiert diese Offerte, bestätigte den "Kieler Nachrichten" aber, dass es ein Gespräch mit Löwen-Manager Thorsten Storm gegeben habe.

Karabatic zum Rapport

Bei den Verhandlungen sei es nicht um Jicha, dem kein Angebot vorliege, sondern ausschließlich um Karabatic und den slowenischen Nationalspieler Kavticnik gegangen, erklärte Schwenker.

Georg Wegner, Gesellschafter bei den "Zebras", wies umgehend darauf hin, dass der Gipfel keine konkreten Ergebnisse gebracht habe: "Mehr als ein Meinungsaustausch war diese Unterredung nicht."

Schwenker aber weiß, dass es weitere Verhandlungen geben dürfte, und kündigte eine Unterredung mit Karabatic an - "natürlich erst nach Beendigung der WM". Der Franzose solle sich bei der WM erst auf die Mission Gold des Olympiasiegers konzentrieren.

Dafür hat sich der bisher nur als Vorbereiter glänzende 24-Jährige (STATISTIK: Die Besten der Besten) abgeschottet. Telefonisch ist er nicht zu erreichen, in der Mixed Zone lehnt er jeden Kommentar zu seinen Wechselgelüsten ab.

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