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Christian Schwarzer (r.) hört nach dieser Saison bei den Löwen auf - kommt dann Karabatic? © imago

Jetzt forciert auch der Berater den Wechsel des Welthandballers zu den Rhein-Neckar Löwen. Die Kieler spielen den Ball weiter.

Von Michael Spandern

München - Abseits der WM in Kroatien, wo Frankreich im Endspiel gegen die Gastgeber antritt, geht das Tauziehen um Nikola Karabatic weiter.

Der Welthandballer hatte in einer auf seiner Homepage veröffentlichten Pressemitteilung den "Chefs" des THW Kiel Wortbruch vorgeworfen, da sie sich im Sommer von Erfolgstrainer Zvonimir Serdarusic getrennt hatten, obwohl sie Karabatic das Gegenteil versprochen hätten. (Karabatic fühlt sich vom THW betrogen)

Nun forciert auch Karabatic' Manager dessen Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen, die ab der kommenden Saison von "Noka" Serdarusic trainiert werden.

"Nikola wäre über einen Wechsel glücklich. Wenn sich die beiden Vereine einigen, kann alles ganz schnell gehen", sagte Bhakti Ong dem "Mannheimer Morgen".

Schwenker dementiert jegliche Nebenabsprachen

Karabatic hatte auf seiner Homepage - unter der Rubrik Zeitgeschehen - erklärt, dass sein "Wunsch, wieder mit Noka zusammenzuarbeiten, groß ist". Der Bosnier sei eine Person, die er sehr schätze. ("Serdarusic wäre natürlich ein Argument")

"Diese enge Beziehung muss der THW akzeptieren", unterstrich Ong und setzt die Kieler Vereinsführung unter Druck.

THW-Manager Uwe Schwenker stellte allerdings klar: "Als wir den Vertrag von Karabatic 2007 verlängert haben, sind keine mündlichen oder schriftlichen Nebenabsprachen getroffen worden. Der Spieler ist bis 2012 an uns gebunden. Das Heft des Handelns liegt nun bei den Löwen."

Die buhlen angeblich auch um Vid Kavticnik und Filip Jicha. (Millionen-Schacher um Karabatic-Paket)

THW knickt nicht ein

Schwenker ist indes nicht gewillt, Karabatic so einfach ziehen zu lassen: "Wir wollen den Vertrag einhalten", sagte er den "Kieler Nachrichten".

Während der WM stehe er nicht mit Karabatic in Kontakt, anschließend aber wird er den 24-Jährigen zum Rapport einbestellen.

"Ich warte, bis er zurückkommt aus Kroatien, und dann werden wir uns unterhalten", reagiert er auf Nachfragen zu Karabatic' heiklen Aussagen wortkarg.

"Er respektiert den Vertrag"

"Sollte ein Transfer nicht klappen, bleibt er in Kiel. Er schätzt den THW und respektiert seinen Vertrag", stützt Ong die Argumentationslinie seines Mandanten, der sich als "Mann des Wortes" titulierte. "Wenn er gehen sollte, wären persönliche Gründe ausschlaggebend."

Ganz ähnlich hatte es Karabatic selbst formuliert: "Wenn ich eines Tages den THW Kiel für einen anderen Verein verlassen werde, ist es nur, weil ich die menschlichen Werte über alles andere stelle."

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