Kiel demontiert Aufsteiger Essen - Löwen locker
München - Der Deutsche Meister THW Kiel hat die überraschende Niederlage in der Champions League ( BERICHT: Kiel unterliegt Veszprem knapp) gut verkraftet und ist in der DKB Handball-Bundesliga weiter nicht zu schlagen.
Der Triple-Gewinner siegte souverän mit 37:25 (18:14) beim Aufsteiger TUSEM Essen.
Mit nun 15:1 Punkten festigten die Kieler Rang drei hinter den Rhein-Neckar Löwen, die ebenso problemlos 32:26 (14:10) beim TSV Hannover-Burgdorf gewannen und ihren achten Sieg im achten Spiel einfuhren.
Essen bleibt ohne Punktgewinn Letzter ( DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).
"Es war utopisch schwer"
"Ich bin froh, dass wir diese Aufgabe hinbekommen haben. Es war überhaupt nicht einfach. Die Essener haben einen großen Fight geboten", sagte ein erleichterter Filip Jicha nach der Partie bei SPORT1.
Und sein Gegenüber Fabian Böhm erklärte: "Es war am Ende utopisch schwer. Wir müssen unheimlich aufreiben, um überhaupt ein Tor zu erkämpfen. Hinten raus hat uns die Kraft und die Spielerdecke gefehlt. Im Großen und Ganzen war es wirklich ein gutes Spiel von uns, auch wenn wir es am Ende mit 12 Toren verloren haben."
Rot für Omeyer
Einen Rückschlag musste der THW in der 19. Minute hinnehmen als Keeper Thierry Omeyer nach einem Foul die Rote Karte sah.
Bei einem Gegenstoß des Esseners Ole Rahmel verließ der Franzose unerlaubter Weise seinen Torkreis und provozierte einen Zusammenstoß mit dem Rückraum-Akteur. Rahmel konnte nach einer kurzen Behandlungspause das Spiel fortsetzen.
Für Omeyer hütete Andreas Palicka den THW-Kasten für den Rest der Partie.
Ekberg und Rahmel top
In den ersten 20 Minuten konnten die Gastgeber noch mithalten, dann zogen die Fördestädter, die am Donnerstag in der Königsklasse 30:31 beim ungarischen Rekordmeister MKB Veszprem verloren hatten, allmählich davon.
Bester Werfer bei Kiel war Niclas Ekberg mit sieben Toren, für Essen traf Rahmel (7) am häufigsten.
Gensheimer überragt
In Hannover zogen die favorisierten Gäste nach einer ausgeglichenen Anfangsphase davon und gaben ihre Führung anschließend nicht mehr aus der Hand.
Nationalspieler Uwe Gensheimer (8) erzielte die meisten Tore für die Löwen, beim Gastgeber war Morten Olsen (6) am erfolgreichsten. ( STENOGRAMME: Der 9. Spieltag).