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Marcus Ahlms THW (gegen Balingens Sauer u. Lobedank) feierte den 18. Liga-Sieg in Serie © getty

Gegen Balingen strauchelt der THW. Kurz vor der Pause wendet sich das Blatt. Lemgo deklassiert Stralsund, auch Flensburg siegt.

München - Im ersten Bundesligaspiel nach der WM-Pause hat der THW Kiel mit seinen beiden französischen Weltmeistern Thierry Omeyer und Nicola Karabatic einen Pflichtsieg errungen - allerdings recht holprig.

Der in dieser Saison noch ungeschlagene Favorit setzte sich in eigener Halle gegen den Tabellen-16. HBW Balingen-Weilstetten erst nach anfänglichen Problemen mit 41:33 (23:22) durch und behauptete nach 19 Spieltagen mit 37:1 Punkten seine souveräne Tabellenführung.

Allerdings: Der Rekordmeister lag gegen den Drittletzten nach 22 Minuten mit 15:19 zurück, kassierte dabei Tore im Minutentakt.

Erst nach Karabatics Ausgleich zum 20:20 nur vier Minuten danach wendeten die Gastgeber die Partie. ("Nikola Karabatic bleibt in Kiel")

Gislason sauer

Mitte der zweiten Hälfte setzten sich die "Zebras" dann vorentscheidend auf 36:28 ab.

Spielmacher Karabatic, dessen angedachter Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen in dieser Woche platzte, war mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze hinter Kim Andersson und Vid Kavticnik (beide 7). Dabei spielte der Welthandballer nicht von Beginn an - stattdessen wurde die Königsposition von Filip Jicha besetzt.

THW-Trainer Alfred Gislason war trotz der am Ende sicheren zwei Punkte nicht zufrieden: "Natürlich hat HBW heute sehr gut gespielt. Trotzdem habe ich mich über die 22 Gegentore in der ersten Halbzeit extrem geärgert. In der ersten Hälfte hatten wir beinahe keine Abwehr, standen deshalb ein bisschen mit dem Rücken zur Wand."

Lemgo prescht auf Platz zwei

Auf Platz zwei rückte Ex-Meister TBV Lemgo vor. Die Ostwestfalen setzten sich gegen den abstiegsgefährdeten Stralsunder HV in einem besseren Trainingsspiel 33:20 (17:7) durch, wobei sie es angesichts eines 29:13-Vorsprungs in den letzten zehn Minuten ruhig angingen.

Mit nun 29:9 Zählern zog das Team am HSV Hamburg (27:9) vorbei. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Ihre vagen Chancen auf die Champions-League-Teilnahme wahrte die SG Flensburg-Handewitt durch ein ungefährdetes 35:30 (17:13) gegen GWD Minden. In mit 6300 Zuschauern ausverkaufter Halle führten die Nordlichter schon 12:4, ehe sie die Gäste noch auf 20:22 (42. Minute) herankommen ließen.

Oscar Carlen, Thomas Mogensen und Lars Christiansen erzielten jeweils sechs Tore für die Flensburger, die nun mit 24:14 Punkten Tabellensechster sind.

Sprem rettet HSG einen Punkt

Unentschieden mit 28:28 (13:16) trennten sich in Nordhorn die heimische HSG und der VfL Gummersbach.

Dem kroatischen WM-Silbermedaillengewinner Goran Sprem gelang rund eine Minute vor Schluss per Siebenmeter der Ausgleich für die Gastgeber, bei denen Deutschlands bester WM-Torschütze Holger Glandorf mit zehn Toren herausragte. Die Gummersbacher kletterten nach dem vierten Remis in fremder Halle vorläufig auf den achten Platz.

FA Göppingen entledigte sich in der mit 6200 Zuschauern erstmals in dieser Saison ausverkauften Halle der Pflichtaufgabe gegen MT Melsungen souverän und siegte 37:32 (18:13).

Wetzlars wichtiger Auswärtssieg

Nichts zu holen gab es neben Balingen und Stralsund auch für die anderen Kellerkinder: Schlusslicht Tusem Essen kassierte eine 23: 41 (11:23)-Pleite bei Ex-Meister TV Großwallstadt. Der TSV Dormagen unterlag beim früheren Champions-League-Gewinner SC Magdeburg 24:31 (11:18).

Im Kampf um den Klassenerhalt feierte die HSG Wetzlar dagegen einen wichtigen 32:31 (17:15)-Sieg bei den Berliner Füchsen.

Neben den beiden Wetzlaer Torhütern Nikolai Weber und Vladan Krasavac überragte Sven-Christian Christophersen mit zehn Toren. Für die Füchse war Michal Kubisztal zwölfmal erfolgreich.

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