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Torsten Laen wechselte 2007 von Svendborg zu Ciudad Real © imago

Die Füchse Berlin rüsten weiter auf. Manager Bob Hanning gelingt ein spektakulärer Coup mit einem dänischen Nationalspieler.

Von Felix Götz

München/Berlin - Dass sich die Füchse Berlin um Torsten Laen vom spanischen Champions-League-Sieger Ciudad Real bemühen, war bekannt.

Aber dass sich das Team um Manager Bob Hanning tatsächlich gegen potente Mitbewerber wie Portland San Antonio oder die SG Flensburg-Handewitt durchsetzen würde, durfte zumindest bezweifelt werden.

Jetzt ist es aber fix: Der 29-jährige Däne wechselt an die Spree. "Berlin ist mittlerweile ein Thema in Europa. Nach Ciudad Real steht für micht nicht das Wirtschaftliche im Vordergrund, sondern dass ich eine Führungsrolle übernehmen kann", erklärte Laen seine Entscheidung.

Die Berliner, derzeit Tabellenzehnter, bereiten also weiter den Angriff auf die europäischen Wettbewerbe vor. "Laen ist im Angriff und in der Abwehr ein kompletter Spieler. Wir wollen weiter Richtung Europa marschieren, dabei werden uns die Neuzugänge helfen", sagte Hanning zu Sport1.de. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Mit den ganz großen Klubs wie Kiel können die Berliner allerdings noch nicht mithalten. "Da fehlen uns fünf Millionen. Nicht das Geld, sondern unser Konzept überzeugt", sagte der 41-Jährige.

Zweiter Topstar nach Heinevetter

Bereits im November 2008 verpflichteten die Füchse Silvio Heinevetter vom SC Magdeburg.

Der Nationaltorhüter, der bereits bei der WM durch glänzende Leistungen hervorstach, soll ab der nächsten Saison den Kasten der Hauptstädter vernageln und hat einen Vertrag bis 2011.

Damals erklärte Hanning: "Noch so ein Kaliber können wir uns nicht leisten." Seither ist auch noch der Tscheche Michael Bruna vom Stralsunder HV dazugekommen.

Sigurdsson schwärmt

Ein bisschen Geld war also doch noch übrig, sonst wäre ein erfahrener Topmann wie Laen, dessen Vertrag bei Ciudad Real am Ende der Saison ausläuft, wohl nicht zu den Füchsen gewechselt.

"Trotz seiner Größe von 1,98 Metern ist er sehr leichtfüßig, grandios im Gegenstoß und stark im Rückzugsverhalten", schwärmte Dagur Sigurdsson gegenüber der "Bild". Er wird im Sommer das Traineramt von Jörn-Uwe Lommel übernehmen.

In der Tat: Laen ist ein echter Kracher. 47016(DIASHOW: Edel-Metaller aus fünf Ländern)

Fünf Titel in einem Jahr

Der 140-malige dänische Nationalspieler wechselte 2007 von GOG Gudme Svendborg zu BM Ciudad Real.

Ein Jahr später holte der Kreisläufer und Abwehrchef mit dem Team von Trainer Talant Duschebajew gleich fünf Titel: Champions League, Meisterschaft, Pokal, Supercup und den Ligapokal.

Obwohl Laen mit einer Trefferquote von über 74 Prozent glänzte und maßgeblich an den Erfolgen beteiligt war, bekam er zuletzt in der Liga Asobal immer weniger Einsatzzeit.

Nur in der Champions League konnte er regelmäßig auftrumpfen. Warum? "Jede Position dort ist dreifach besetzt. Er hat es da nicht leicht", sagte Sigurdsson.

Boese darf nicht bleiben

Dagegen haben die Füchse den zum Ende der Saison auslaufenden Vertrag mit Rechtsaußen Rene Boese nicht verlängert.

Für ihn wird in der kommenden Spielzeit der Jugendnationalspieler Johannes Sellin in der Bundesliga auflaufen.

Der 18-Jährige spielt derzeit noch in der Jugend der Berliner.

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