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Silvio Heinvetter zeigt spektakuläre Paraden und nimmt kein Blatt vor den Mund © imago

Nach dem Debakel im EHF-Pokal gegen Gummersbach will Magdeburg ausgerechnet gegen den HSV Hamburg wieder in die Spur finden.

Von Julian Meißner

München - Feuer unterm Dach beim SC Magdeburg: Die Spieler des Traditionsklubs brennen auf Wiedergutmachung.

Nach dem blamablen Aus im EHF-Pokal mit der 20:30-Heimniederlage gegen Gummersbach (VfL nach Rot-Festival weiter) bietet sich in der Bundesliga die Chance zur Rehabilitation.

Gegner im Spitzenspiel des 22. Spieltags (20.15 Uhr LIVESCORES) ist jedoch ausgerechnet der HSV Hamburg.

Die Hanseaten schwimmen auf der Erfolgswelle und strotzen vor Selbstbewusstsein. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Die letzte Pflichtspielniederlage kassierte das Team von Martin Schwalb im November vergangenen Jahres.

Zuletzt siegte der HSV in der Champions League bei Medvedi Moskau knapp und in der Bundesliga gegen Dormagen deutlich.

Schwalb fordert: "Aufpassen!"

Dennoch warnt der HSV-Coach: "Der SCM hat eine gute Mannschaft und hat das in dieser Saison auch schon zur Genüge bewiesen. Schon deshalb heißt es für uns: Aufpassen."

Hinzu kommt die Verletzung von Marcin Lijewski, der am Montag am Innenmeniskus des linken Knies operiert wurde.

"Der Ausfall von Marcin trifft uns natürlich empfindlich. Gerade in den letzten Spielen hat er gezeigt, wie wertvoll er für das Team ist. Die Rückkehr von Krzysztof ist deswegen umso wichtiger?, so Schwalb über die Schlüsselrollen der Lijewski-Brüder im rechten Rückraum.

"Heine" sorgt für Zündstoff

Beim SCM rumort es nicht nur wegen des Ausscheidens aus dem internationalen Wettbewerb.

Für zusätzlichen Zündstoff sorgte Torhüter Silvio Heinevetter, der die Leistung des Teams gegen Gummersbach vor laufender Kamera scharf kritisierte.

"Die, die bei uns auf der Platte gestanden haben, da hat nicht ein einziger Eier gezeigt. Das sind Spiele, in denen Männer geboren werden, aber das waren alles nur Kinder ", hatte der Nationalkeeper gesagt: "Was wir uns die gesamte Saison über aufgebaut haben, haben wir heute mit dem Hintern wieder eingerissen."

Sportdirektor Stefan Kretzschmar erklärte, Heinevetter habe "nicht gerade den optimalen Weg gefunden habe, um seine Kritik loszuwerden." Man wolle die Angelegenheit intern klären.

Biegler: "Angriff eine Farce"

Fest steht, dass der Tabellenvierte gegen den Dritten des Tableaus eine deutliche Leistungssteigerung benötigt, um nicht erneut unterzugehen.

Vor allem die schwache Chancenauswertung und die Vielzahl der technischen Fehler sind erschreckend.

Laut SCM-Trainer Michael Biegler wurde der SCM-Angriff gegen den VfL in der zweiten Halbzeit "immer mehr zur Farce".

Schwalb wiegelt jedoch ab: "Das Ergebnis vom Wochenende gibt nicht das wieder, was das Team kann. Vor den eigenen Fans werden die Magdeburger daher noch mal zusätzlich motiviert sein. Wir müssen absolut konzentriert zu Werke gehen."

Flensburg in Stralsund gefordert

Im zweiten Spiel des Tages tritt die SG Flensburg-Handewitt beim Stralsunder HV an.

Für die SG von Trainer Per Carlen ist ein Sieg beim Quasi-Absteiger absolute Pflicht, will man den Aufwärtstrend bestätigen.

Der verletzungsgebeutelte Tabellenachte fuhr zuletzt mit zwei Siegen gegen Melsungen in der Bundesliga und Ademar Leon in der Champions League dringend benötigte Erfolge ein.

Carlens Devise für Mittwoch: "Wir müssen nicht nur die Schuhe auf das Spielfeld kriegen, sondern auch Körper und Kopf."

Da geht es dem SC Mageburg nicht anders.

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