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Silvio Heinevetter steht seit 2009 im Kasten der Füchse Berlin © getty

Champions-League-Sieger Hamburg will Nationalkeeper Heinevetter an die Elbe locken. Berlin gibt den Kampf noch nicht auf.

Hamburg - Geht er oder bleibt er? Der Poker um Silvio Heinevetter ist die heißeste Personalie des Handball-Sommers.

Während Champions-League-Sieger HSV Hamburg nun ganz offiziell um die Dienste des extrovertierten Nationaltorhüters von den Füchsen Berlin buhlt, ist man beim Hauptstadtklub vom Verbleib seines großen Stars überzeugt. Heinevetter selbst hält sich bedeckt.

"Dazu gibt es nichts zu sagen. Ich habe Urlaub", sagte Heinevetter und wiegelte weitere Fragen zu seiner Zukunft ab.

Sein Vertrag in der Hauptstadt läuft nach der kommenden Saison am 30. Juni 2014 aus - gut möglich, dass der Weltklasse-Torhüter danach beim HSV im Kasten steht. Erste Gespräche sind bereits geführt.

Gewisse Affinität zu Heinevetter

"Dass Silvio Heinevetter Tendenzen hat, den Verein zu verlassen, und nach Höherem strebt, dass wir eine gewisse Affinität zu ihm haben, ist so", sagte HSV-Präsident Matthias Rudolph.

Heinevetter würde als schillerndste Figur des deutschen Handballs perfekt in die neue Marketingoffensive der Hanseaten passen, die am Mittwoch in dem ehemaligen Fußball-Profi Frank Rost bereits einen hochkarätigen Neuzugang für die Geschäftsführung vorgestellt haben.

Das Ziel ist klar: Der HSV will Serienmeister THW Kiel als Nummer eins der Sportart ablösen.

Finanzielle Rahmenbedingungen bereits ausgelotet

Heinevetter sei "ein außergewöhnlicher Torwart, der in der Bundesliga gezeigt hat, dass er eine Macht ist", sagte Rudolph. Zudem habe er "noch fünf bis zehn gute Jahre vor sich. Dass er für jede Mannschaft eine Verstärkung wäre, ist auch klar."

Die finanziellen Rahmenbedingungen sind bereits ausgelotet, nun ist Heinevetter am Zug.

Füchse-Präsident Frank Steffel setzt trotz des potenten Nebenbuhlers auf den Verbleib seines sportlichen Aushängeschilds ( 655271 DIASHOW: Der Transfermarkt der DKB HBL ) .

"Ich bin zuversichtlich, dass er dauerhaft bei uns in Berlin bleibt. Er passt zu uns und gehört nach Berlin", sagte Steffel der "B.Z.": "Wenn Heine sportlich nach Höherem strebt, dann muss er in Berlin bleiben. Trotz des halben Etats haben wir die letzten beiden Saisons vor dem HSV beendet."

Cleverly als Ersatz für Beutler

Bei den Hamburgern stimmen nicht nur die finanziellen Voraussetzungen.

Als Ersatz für den abgewanderten Dan Beutler wurde für die kommende Saison der dänische Europameister Marcus Cleverly geholt, Vertragsdauer: ein Jahr.

Danach könnte Heinevetter im Doppel mit Johannes Bitter (Vertrag bis 2015) ein außergewöhnliches Torhütergespann bilden.

"Wenn er finanziell nach Höherem strebt, dann muss er zum HSV wechseln. Aber so habe ich Silvio die letzten Jahre nicht kennen- und schätzengelernt", sagte Steffel.

Heinevetter spielt seit 2009 für die Berliner. Seine überragenden Qualitäten hat er in dieser Zeit zur Genüge bewiesen. Seit seinem Wechsel aus Magdeburg ging es mit dem Hauptstadtklub kontinuierlich bergauf.

Jetset-Leben in Berlin

Inzwischen sind die Berliner sogar Stammgast in der Champions League.

Es sind allerdings nicht allein die sportlichen Leistungen, die Heinevetter so begehrt machen.

Zusammen mit seiner Lebensgefährtin, ARD-Tatort-Kommissarin Simone Thomalla, gehört er inzwischen zum Berliner Jetset und ziert nicht selten die Klatschseiten der Regenbogen-Presse.

Der Schlussmann mit den langen Haaren ist längst zu einer Marke geworden - die nicht nur in Berlin begehrt ist.

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