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Filip Jicha und der THW Kiel bleiben in der Bundesliga ungeschlagen © imago

Nach schleppendem Start machen die "Zebras" beim TVG keine Gefangenen. Die Löwen siegen im Süd-Derby, Lemgo punktet ebenfalls.

Von Julian Meißner

München - Der THW Kiel zieht in der Bundesliga unbeirrt seine Kreise, die Löwen halten sich nach dem Wirbel um die Absage von Noka Serdarusic ebenfalls schadlos (Noka sagt den Löwen ab).

Der TBV Lemgo lässt sich ebenfalls nicht abschütteln und bleibt nach einem ungefährdeten Erfolg über Essen dran.

Meister und Tabellenführer Kiel gewann am 22. Spieltag beim TV Großwallstadt am Samstagnachmittag ungefährdet mit 31:23 (14:12) und feierte den 21. Liga-Sieg in Serie - Rekord!

Bislang hatten sich Lemgo (2002) und Kiel (2009) die Bestmarke mit 20 Siegen nacheinander geteilt.

Die Löwen schlugen zeitgleich vor heimischer Kulisse im Süd-Derby Frisch Auf Göppingen mit 39:32 (18:15).

"Wir haben den Großwallstädtern mit einer engagierten Leistung den Mut geraubt", meinte ein erleichterter THW-Coach Alfred Gislason: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat hier Charakter gezeigt."

Beim TVG taten sich die Kieler zunächst schwer.

Bis zur Halbzeit hielt die Heim-Mannschaft von Trainer Michael Roth gut mit, ein gehaltener Siebenmeter von Thierry Omeyer gegen Andreas Kunz sorgte für einen Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste zur Pause.

Andersson nicht zu bremsen

Im zweiten Durchgang zogen die Kieler dann schnell über 20:15 (37.) auf 23:16 (40.) unaufhaltsam davon und sorgten so für die Vorentscheidung.

Bester Werfer der "Zebras" war Kim Andersson mit sieben Treffern. Auf Seiten der Gastgeber war Nationalspieler Michael Müller mit vier Toren bester Schütze in der mit 4.500 Zuschauern ausverkauften Frankenstolz-Arena in Aschaffenburg.

THW-Linksaußen Dominik Klein gelangen bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte drei Treffer, im Tor überragte einmal mehr Omeyer mit 27 Paraden (DATENCENTER: Die Bundesliga).

Löwen von Beginn an wach

In Mannheim stellten die Gastgeber die Weichen früh auf Sieg. Bis zum 4:4 (6.) hielt Göppingen noch mit, dann zogen die Löwen davon auf 13:8 (21.).

In Halbzeit zwei hielten die Badener Frisch Auf zunächst auf Distanz, bis Dalibor Anusic sieben Minuten vor Schluss auf 31:32 verkürzte.

Die Löwen, vor allem der Isländer Gudjon Valur Sigurdsson, bewiesen jedoch Nervenstärke und brachten den Sieg am Ende sicher nach Hause.

Bester Werfer bei den Mannheimern, die mit dem Sieg den Anschluss an die Europapokalplätze halten, war Sigurdsson mit neun Treffern. Für Göppingen traf vor 9241 Zuschauern in der SAP-Arena Anusic siebenmal.

Auch auf dem Transfermarkt hatten die Löwen zuletzt zugeschlagen und zur kommenden Saison einen Nachfolger für Christian Schwarzer verpflichtet (Löwen holen Myrhol).

Lemgo zieht nach

Erster Verfolger des THW Kiel ist Ex-Meister TBV Lemgo, der sich durch einen standesgemäßen 36:22 (16:11)-Erfolg bei Tusem Essen mit 35:9 Zählern wieder auf Platz zwei vor dem HSV Hamburg (33:9) verbesserte.

Der VfL Gummersbach siegte unterdessen im dritten Nachmittagsspiel ohne große Mühe gegen Abstiegskandidat GWD Minden mit 43:29 (18:15) (Stenogramme 22. Spieltag).

Momir Ilic traf dabei zehmal für den Traditionsklub.

Im Tabellenkeller kam HBW Balingen-Weilstetten am Samstagabend zu einem wichtigen 35:31 (12:15)-Auswärtssieg bei MT Melsungen (13:31). Balingen (11:33) verließ durch den Erfolg die Abstiegsränge.

Berlin gewann am Freitag souverän beim TSV Dormagen (Füchse erfüllen Pflichtaufgabe).

Die Spitzenbegegnung des Spieltages hatte bereits am Mittwoch zwischen Hamburg und Magdeburg stattgefunden (HSV siegt knapp im Schlagerspiel).

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