Mister X, der Kiel Manipulationen unterstellte, muss gefunden werden. Dass die Löwen unbeteiligt sind, fällt schwer zu glauben.

Der Kieler Bestechungsskandal, das steht für die Liga und das Gros der neutralen Beobachter fest, hat nicht stattgefunden.

Dies vorausgesetzt, ist jedoch die Posse um die publik gewordene Aufklärungsbitte aus Mannheim der wirkliche Skandal.

Zwar behauptet Dieter Matheis nun steif und fest, er habe den Brief an THW-Manager Uwe Schwenker nicht als Gesellschafter der Rhein-Neckar Löwen, sondern als HBL-Aufsichtsrat geschrieben.

Doch angesichts der Verwerfungen zwischen den Löwen und dem THW um einen Wechsel des Welthandballers Nikola Karabatic fällt das zu glauben schwer.

[image id="3f8f2892-6376-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Zumal Vermutungen die Runde machen, dass der im Zwist von Schwenker geschasste ehemalige Kieler Erfolgstrainer Noka Serdarusic den Brand erheblich befeuert hat.

Angeblich soll Serdarusic, bis zu seiner Absage in der Vorwoche als kommender Löwen-Trainer unter Vertrag, eine Erpressung der Kieler angeleiert haben: Gebt ihr Karabtic nicht frei, lancieren wir Manipulations-Gerüchte.

Dass diese Gerüchte sich schnell verflüchtigt haben und nach dem Montagsgipfel von Ligaseite als haltlos abgestempelt sind, ist lebenswichtig für den Handball. Den eigentlichen Auslöser zu orten, ist jedoch ebenfalls vonnöten.

Denn sonst verschärft sich das Scharmützel zwischen Löwen und "Zebras" derart, dass auch die Liga bleibenden Schaden davonträgt. Die Gräben zwischen den Vereinen sind ohnehin nicht so bald zuzuschütten.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel