vergrößernverkleinern
Silvio Heinevetter (M.) steht in der kommenden Saison bei den Füchsen im Tor © getty

Auch im zweiten Spiel in der neuen Arena geben sich die Füchse gegen Magdeburg als zuvorkommender Gastgeber und gewähren das Punkten.

München - Es scheint als würde die neue O2-Arena inklusive ihrer 15.800 Zuschauer die Füchse Berlin hemmen, statt ermutigen.

Auch im zweiten Spiel in der neuen Heimat, diesmal gegen den SC Magdeburg, fehlt es den Füchsen zwar nicht am Einsatz aber an spielerischen Mitteln, die Partie für sich zu entscheiden.

Mit 21:28 verloren die Berliner gegen den Tabellenvierten (Ergebnisse und Tabelle).

Einem verhaltenen Beginn, der erst nach knapp fünf Minuten ein Tor brachte, folgte eine starke Phase der Magdeburger Gäste.

Yves Grafenhorst schenkte Füchse-Tormann Petr Stochl den Rückstand ein, dem die Hauptstädter von da an kampfstark aber teils kraft- und ideenlos hinterher rannten.ad

Magdeburg war hochkonzentriert bei der Sache und kam mit seinen Tempogegenstößen geradlinig durch. Tormann Stochl verhinderte für die Füchse schlimmeres.

Heinvetter richtete sich schon mal ein

Auch auf der anderen Seite war der Tormann bester Mann. Silvio Heinevetter, der nach Berlin wechseln wird, schien sich in der Hauptstadt bereits richtig wohl zu fühlen und spielte sich schon einmal fest in die Köpfe der Berliner Zuschauer.

Zwar standen die Magdeburger sicher und diszipliniert, kleinere Lecks dichtete Heinevetter aber mit einer überragenden Quote.

Mit 6:12 ging es in die Pause. Füchse-Coach Jörn-Uwe Lommel bekannte zum Seitenwechsel: "Jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren".

Auch die Ursachenforschung war schnell abgeschlossen: "Wir sind nicht variabel genug", kritisierte Lommel.

Ohne Chance

In der zweiten Halbzeit wendete sich das Bild jedoch nicht. Berlin ging zwar früher an die Männer und versuchte den Magdeburgern den Raum zu nehmen, aber der zwölffache Meister punktete weiter.

In der letzten Viertelstunde brachen die Hauptstädter ein und der SC erhöhte die Tore-Frequenz. Bester Werfer auf Seiten der Gäste war Alexandros Vasilakis mit sieben Treffern. Danach folgten Damien Kabengele und Andreas Rojewski mit je sechs.

Bei den Füchsen war Kjetil Ovrelid Strand am treffsichersten.

Magdeburg bleibt dran

Die Füchse Berlin bleiben damit auf Rang zehn, haben zwar mit 25 Punkten einen beruhigenden Sieben-Punkte-Abstand auf den Zehnten Großwallstadt, verpassten aber die Möglichkeit mit Göppingen gleichzuziehen.

Nach dem 15. Sieg im 22. Saisonspiel hat der ehemalige Champions-League-Sieger Magdeburg 31:13-Punkte auf dem Konto.

Die Tabelle führt Titelverteidiger THW Kiel (43:1) unangefochten vor dem TBV Lemgo (35:9) und dem HSV Hamburg (33:9) an.

Meister Kiel muss drei Tage nach den heftig bestrittenen Bestechungsvorwürfen (Kiels Ehrenwort stellt fast alle ruhig) erst am Mittwoch antreten und ist am 23. Spieltag Gastgeber gegen Altmeister VfL Gummersbach.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel