vergrößernverkleinern
Dieter Matheis ist ehemaliger Finanzchef von SAP © getty

Dem THW Kiel droht kurz nach dem Freispruch durch die HBL nun doch noch ein Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt.

Hamburg - Die Affäre um Manipulationsvorwürfe gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel könnte nun doch noch ein Nachspiel haben.

Die Staatsanwaltschaft Kiel hat das Schreiben angefordert, in dem der Beiratschef der Rhein-Neckar Löwen, Dieter Matheis, THW-Manager Uwe Schwenker um die Aufklärung der Manipulationsvorwürfe gebeten hatte.

Das teilte Frank Bohmann, der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), der "Hamburger Morgenpost" mit.

"Die können da sicher besser ermitteln als wir", sagte Bohmann.

Freispruch nach zwei Sitzungen

Nach zwei Sitzungen in Hamburg und Dortmund hatte die HBL Kiel vom Verdacht der Manipulation von Spielen im Europacup seit 2000 zunächst freigesprochen (Affäre um Kiel beendet).

Als "Höhepunkt" soll der THW die polnischen Schiedsrichter Miroslaw Baum und Marek Goralczyk im Champions-League-Finale 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt beeinflusst haben.

Die Kieler hatten alle Vorwürfe bestritten.

Meinungsverschiedenheit in der HBL

Aus Sicht der HBL sei der THW zu einhundert Prozent nicht schuldig.

Man habe keine Veranlassung, in diesem Fall weiter tätig zu sein, hatte Bohmann am Mittwoch erklärt (Kiels Ehrenwort stellt fast alle ruhig) .

Gegenüber der "Morgenpost" sprach sich Bohmann nun dafür aus, die Quelle der Manipulationsvorwürfe zu veröffentlichen. "Aber die Gremien der HBL sind dagegen", meinte Bohmann.

Nielsen erneuerte Vorwürfe

Nach der Sitzung der HBL am Mittwoch hat Bohmann auch mit Löwen-Gesellschafter Jesper Nielsen telefoniert, der im dänischen Fernsehen Vorwürfe gegen den THW erhoben hatte (Kiel kommt nicht zur Ruhe) .

"Er war sehr freundlich und hat seine Anschuldigungen wiederholt", erklärte Bohmann.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel