vergrößernverkleinern
Ivano Balic (l.) wurde bereits fünfmal bei einem großen Turnier zum MVP gewählt © imago

Superstar Ivano Balic gibt zu, dass er in Wetzlar Zeit braucht. Ausgerechnet gegen die Löwen soll die Integration fortschreiten.

Von Alexandra Seibold

München - Die Begeisterung um Wetzlar-Neuzugang Ivano Balic ist bereits nach dem ersten Saisonspiel etwas abgeklungen.

Denn trotz Einwechslung des zweimaligen Welthandballers gab es eine 26:28-Niederlage im Heimspiel der DKB Handball-Bundesliga gegen den TBV Lemgo.

Immerhin ein Tor steuerte Balic bei seinem Debüt im Trikot der HSG Wetzlar bei - eine Ausbeute, mit der sich der Superstar früher allerdings wohl kaum zufrieden gegeben hätte.

Für Wunderdinge war es aber offenbar noch zu früh.

Balic spürt das Alter

Im ersten Auswärtsspiel (So., ab 14.55 Uhr im LIVESTREAM) bei den Rhein-Neckar Löwen hofft die Mannschaft aus Mittelhessen, dass Balic wieder seine alte Form findet. (STENOGRAMME: Der 2. Spieltag)

"Ich hoffe, dass ich in zwei oder drei Wochen so weit bin. Es gibt inzwischen Abende, an denen ich mein Alter spüre. Zwei Jahrzehnte als Profi - so etwas geht an niemandem spurlos vorbei", sagte Ivano Balic jüngst im Gespräch mit der "FAZ".

Der Gegner jedenfalls spart nicht mit Komplimenten: "Er ist der größte Spieler in der Handball-Geschichte", sagt Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson der "Rhein Neckar Zeitung".

Rhein-Neckar Löwen gut gestartet

Nach der Auftaktpleite von Wetzlar wissen aber auch die Rhein-Neckar Löwen, dass Balic mangels Vorbereitung noch nicht auf Top-Niveau ist.

"Es ist so, dass Ivano Balic der riesigste Handballer der Welt war. Ob er es auch jetzt noch auf die Platte bringt, ist die andere Frage", sagt der Kapitän der Badener, Uwe Gensheimer der "Rhein Neckar Zeitung".

Gensheimer hat gut reden, seine Mannschaft ist positiv in die Saison gestartet.

Beim ersten Auswärtsspiel der Saison gewannen die Badener 30:22 gegen Balingen.

Wetzlar noch nicht eingespielt

Im Gegensatz zu Wetzlar. Bei der HSG weiß man, dass das Team noch nicht gut genug eingespielt ist.

Kai Wandschneider, Trainer von Wetzlar, sagte nach der Auftakt-Niederlage: "Da haben sich viele Probleme offenbart. Die Abläufe stimmten noch nicht und beim Weiterspielen haben wir einige Fehler begangen."

Auch deshalb setzten die Hessen in der Woche vor dem Spiel in der SAP-Arena auf die weitere Integration von Ivano Balic, "Ihn haben wir vor allem viel mit Kent Robin Tönnesen spielen lassen. Da muss man permanent justieren", sagte Wandschneider der "Gießener Allgemeinen Zeitung".

Und ergänzte, dass sein Team gut trainiert hat: "Jeder ist bereit, mehr zu machen."

Zudem wurde eine weitere positive Nachricht in dieser Woche verkündet: Nationalspieler Steffen Fäth verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2016.

Fäth verlängert Vertrag

Die Löween müssen dagegen auf Alexander Petersson, Marius Steinhauser und Zarko Sesum, sowie Oliver Roggisch verzichten.

Auf Seiten der HSG Wetzlar fehlen Daniel Valo, Adnan Harmandic (Daumenbruch) sowie Kevin Schmidt. Letzterer fällt auf Grund einer Hüftverletzung rund sechs Wochen aus.

Umso mehr ist der ehemalige Weltmeister Balic gefordert, seine Mannschaft mit seiner Erfahrung zu führen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel