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Ivano Balic wartet mit Wetzlar noch auf die ersten Zähler © imago

Der kroatische Altstar verleiht der HSG noch wenig Glanz. Bei den Rhein Neckar Löwen verliert Wetzlar und steht am Tabellenende.

Mannheim - Die HSG Wetzlar hat am 2. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga mit dem ehemaligen Welt-Handballer Ivano Balic auch bei den Rhein Neckar Löwen verloren.

Das Team von Kai Wandschneider unterlag in Mannheim mit 23:34 (11:15) und steht somit nach zwei Spielen immer noch ohne Punkt da.

Fäth sieht trotz Niederlage Positives

Dennoch fand Nationalspieler Steffen Fäth nicht nur Negatives nach dem Spiel.

"Die erste Halbzeit war gut, erst am Ende sind die Löwen weggezogen. Die Niederlage ist ein bisschen zu hoch ausgefallen", sagte der 23-Jährige gegenüber SPORT1.

Fäth erzielte mit fünf Treffern zusammen mit Jens Tiedtke die meisten in seiner Mannschaft. Und tatsächlich konnte Wetzlar das Spiel bis zur Pause offen gestalten.

Altstar Balic bleibt erneut blass

Erneut hinter seinen Möglichkeiten blieb dabei allerdings Ivano Balic.

Der 34-jährige Wetzlar-Neuzugang, der zum Ende der ersten Halbzeit aufs Feld kam, als das Spiel zugunsten der Gastgeber kippte, erzielte lediglich einen Treffer und wies damit dieselbe Bilanz auf wie im ersten Saisonspiel. (STENOGRAMME: Der 2. Spieltag).

Fäth: "Kommunikation mit Balic nicht optimal"

Fäth, der unlängst seinen Vertrag bis 2016 verlängerte, kennt die Gründe, warum es für und mit dem zweimaligen Welt-Handballer noch nicht nach Wunsch läuft.

"Die Eingewöhnungsphase von Balic wird noch ein paar Wochen dauern. Er kennt erst vier, fünf Spielzüge", sagte der Rückraumspieler, "die Kommunikation ist auch noch nicht optimal, er spricht bislang nur Englisch, muss nun schnell Deutsch lernen. Aber das wird in den nächsten Wochen sicherlich besser".

Löwen mit makelloser Bilanz

Auf der Gegenseite feierten die Löwen einen perfekten Saisonstart, gewannen auch das zweite Saisonspiel und damit bleibt der EHF-Cup-Sieger dem THW Kiel auf den Fersen, der am Samstag den zweiten Saisonsieg einfuhr (40:25 beim Aufsteiger TV Emsdetten).

Bester Werfer der Löwen war Patrick Groetzki mit sieben Treffern.

Gensheimer kritisiert die Spielanlage

Nationalspieler Uwe Gensheimer sah eine konzentrierte, aber keine überragende Leistung seiner Mannschaft, was er auch dem Gegner zuschrieb: "Wetzlar hat es uns schwierig gemacht. Wir standen zwar lange gut, aber in Eins-gegen Eins-Situationen hatten wir Probleme."

Vor allem in der Spielanlage sah der 26-Jährige die Gründe für die Löwen-Schwierigkeiten vor der Halbzeitpause.

"Wir haben zu sehr durch die Mitte gespielt, liefen uns zu oft in der Deckung fest."

Landin pariert, die Löwen kontern

Nach der Pause aber setzten sich die Gastgeber klar durch, weil vor allem Keeper Niklas Landin überragend hielt. Für Wetzlars Fäth war dies der ausschlaggebende Punkt.

"Wenn man zu viele Fehler macht, kommt ein Tempogegenstoß nach dem anderen." Diese verwandelten Groetzki und Co. in der Schlussphase eiskalt.

Magdeburg bleibt dran

Derweil blieb der SC Magdeburg nach einem 38:31 (18:15) gegen HBW Balingen-Weilstetten als Tabellendritter auf Tuchfühlung zum Spitzenduo.

Die Füchse Berlin verbuchten mit einem klaren 34:20 (17:10)-Heimsieg gegen Aufsteiger ThSV Eisenach das erste Erfolgserlebnis.

Der TuS N-Lübbecke stieg mit einem ungefährdeten 32:22 (17:8) gegen MT Melsungen erfolgreich ins Liga-Geschehen ein.

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