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Martin Schwalb (r.) trainiert den HSV seit 2005 - mit Unterbrechung © imago

Die Hamburger setzt den Liga-Auftakt in den Sand. Die Defensive dilettiert gegen den BHC. Die Füchse lassen nichts anbrennen.

Solingen - Champions-League-Sieger HSV Hamburg ist mit einer deftigen Niederlage in die Saison der DKB Handball-Bundesliga gestartet.

Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb verlor am Mittwochabend beim Aufsteiger Bergischer HC mit 27:34 (14:14).

Wenige Tage nach der Vereins-WM in Katar und vor dem Spitzenspiel am Samstag beim deutschen Rekordmeister THW Kiel präsentierte sich der HSV in der Endphase der Begegnung müde und ohne Ideen.

Schwalb als fairer Verlierer

Domagoj Duvnjak (6 Tore) sowie Hans Lindberg und Matthias Flohr (je 4) waren die besten Werfer beim HSV. Für die Gastgeber traf Viktor Szilagyi (7) am besten (STENOGRAMME: Der 2. Spieltag).

"Heute haben wir kein gutes Spiel abgeliefert. So gewinnt man kein Spiel in der Bundesliga - egal wie der Gegner heißt", sagte Rechtsaußen Lindberg.

HSV-Coach Martin Schwalb analysierte trocken: "Glückwunsch an meinen Kollegen. Es war ein absolut verdienter, gut herausgespielter und gut erkämpfter Sieg. Sie hatten mit Viktor Szilagyi einen sehr guten Spielmacher und sie haben unsere Abwehr viel in Bewegung gebracht. Auch in der eigenen Abwehrarbeit waren sie lange Zeit aggressiv. Wir haben all das nicht geschafft."

Nur zwei Trainingseinheiten

Trainer Schwalb hatte die Begegnung zuvor als "schwerstes Spiel der Saison" bezeichnet, wohlwissend um die Belastung seiner Männer.

Immerhin hatten die Hanseaten wegen der Champions-League-Qualifikation gegen die Füchse Berlin und der Vereins-WM sieben Spiele in zehn Tagen zu absolvieren.

Und zwei Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf das Bundesligaspiel waren dann sicherlich nicht genug.

BHC zieht weg

So startete der Gastgeber mit 5:3 (8.) in die Partie, die erste Führung der Hanseaten gelang erst in der zwölften Minute beim 6:5.

Danach war das Spiel bis zur Schlussviertelstunde ausgeglichen, ehe der Gastgeber erstmals mit drei Toren auf 22:19 (45.) und dann auf 24:19 (47.) davonzog.

Füchse siegen souverän

Keine Blöße gaben sich derweil die Füchse Berlin.

Der Hauptstadt-Klub gewann bei der HBW Balingen-Weilstetten mühelos mit 33:25 (19:12).

Beim zweiten Sieg im dritten Spiel hatten die Berliner in Fredrik Petersen (7 Tore) ihren besten Werfer (STENOGRAMME: Der 3. Spieltag).

"Wir mussten heute gewinnen. Das haben wir von Anfang bis Ende bravourös gelöst", sagte Füchse-Schlussmann Silvio Heinevetter bei SPORT1.

Sellin überragend

Der ehemalige Rekordmeister VfL Gummersbach hat nach einem 32:30 (14:13)-Erfolg bei MT Melsungen ebenso wie die Berliner 4:2 Punkte auf dem Konto.

Barna Putics erzielte neun Treffer für den VfL, während bei Melsungen Johannes Sellin auch mit 14 Toren die zweite Saisonniederlage nicht verhinderte.

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