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Marko Vujin spielt seit 2012 für Kiel
Marko Vujn (r.) wurde gegen den VfL Gummersbach Kiels Matchwinner © imago

Kiel wandelt im Traditionsduell einen riesigen Rückstand noch in einen Sieg um. Neuer Tabellenführer sind die Rhein-Neckar Löwen.

München - Rekordmeister THW Kiel hat die Tabellenführung in der DKB Handball-Bundesliga trotz einer echten Energieleistung an die Rhein-Neckar Löwen verloren.

Zwar gewann Titelverteidiger Kiel trotz eines zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstands noch 31:30 (14:20) gegen den Traditionsverein VfL Gummersbach, die Löwen eroberten durch einen 29:22 (13:8)-Sieg gegen die SG Flensburg-Handewitt aber dank der besseren Tordifferenz die Spitze.

Aus sieben Metern zum Sieg

In Kiel verwandelte Marko Vujin, mit sieben Treffern gleichzeitig bester Torschütze, wenige Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter vor Schluss zum Sieg (STENOGRAMME: Der 4. Spieltag).

Der EHF-Pokalsieger aus der Rhein-Neckar-Region gestaltete sein Spiel ungleich souveräner und lag bereits zur Halbzeit deutlich vorne. Verfolger SC Magdeburg, ebenfalls mit drei Siegen gestartet, patzte dagegen beim 25:27 (16:11) bei der TSV Hannover-Burgdorf, die vorerst auf Platz drei springt.

Erster Sieg für HSV

Champions-League-Sieger HSV Hamburg sicherte sich nach zwei überraschenden Niederlagen zum Auftakt den ersten Saisonsieg, die Hanseaten bezwangen die HSG Wetzlar souverän 35:26 (16:9).

Der Bergische HC mischt unterdessen weiter die Liga auf. Der Neuling gewann nach Siegen gegen Hamburg und beim VfL Gummersbach 34:26 (19: 12) gegen Mitaufsteiger ThSV Eisenach und liegt nach dem dritten Erfolg im vierten Spiel überraschend auf dem fünften Tabellenplatz.

Lemgo verliert

Zudem siegte der TV Emsdetten 24:23 (12:10) gegen GWD Minden, HBW Balingen-Weilstetten gewann 30:26 (16:10) beim TuS N-Lübbecke und die MT Melsungen 38:33 (18:15) beim TBV Lemgo.

Melsungen musste allerdings bereits vor dem Spiel einem Schockmoment überstehen: Kapitän Nenad Vuckovic hatte sich im Abschlusstraining eine kleine Einblutung im Gehirn zugezogen und fehlt möglicherweise lange.

Eine Operation ist nach derzeitigem Kenntnisstand aber wohl nicht erforderlich.

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