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Steffen Weinhold unterschreibt in Kiel einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2017 © getty

Nach Duvnjak landet Kiel erneut einen Transfer-Coup. Der Linkshänder kommt ausgerechnet vom Erzrivalen und ersetzt ein Urgestein.

München - Nationalspieler Steffen Weinhold von der SG Flensburg-Handewitt wechselt nach der Saison innerhalb der DKB Handball-Bundesliga zum Konkurrenten und Nordrivalen THW Kiel.

Der brisante Wechsel des 27 Jahre alten Linkshänders ist nach der Verpflichtung von Spielmacher Domagoj Duvnjak vom Champions-League-Sieger HSV Hamburg bereits der zweite Transfercoup des deutschen Rekordmeisters für die kommende Saison.

Weinhold unterschrieb bei den Zebras einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2017.

Ersatz für Zeitz

"Mit seiner Spielweise passt er hervorragend in unser System", sagte THW-Geschäftsführer Klaus Elwardt:

"Wir sind überzeugt, dass er noch lange nicht am Ende seiner positiven Entwicklung angekommen ist und uns schnell helfen wird."

Weinhold nimmt bei den Kielern den Platz von Christian Zeitz ein, der im kommenden Sommer zum ungarischen Spitzenklub MKB Veszprem wechselt.

"Möchte klare Fakten schaffen"

"Mit der frühen Bekanntgabe meines Wechsels möchte ich klare Fakten schaffen und der SG Flensburg-Handewitt, der ich viel zu verdanken habe, die Möglichkeit einräumen, in Ruhe einen Nachfolger zu finden", sagte Weinhold, der erst vor einem Jahr vom TV Großwallstadt nach Flensburg gewechselt war:

"Meine ganze Konzentration bis zum Saisonende gilt meinem jetzigen Verein." (Bericht: Kiel wieder auf Platz eins)

Kretzsche erwartet schwere Monate

Den 47-maligen Nationalspieler dürften in Flensburg allerdings stürmische Zeiten erwarten.

Als sein ehemaliger Teamkollege Petar Djordjic in der vergangenen Saison den Wechsel zum HSV Hamburg vorzeittig bekannt gegeben hatte, wurde er von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen.

"Oh Steffen, das werden keine einfachen Monate für dich mehr bei der SG Flensburg-Handewitt", twitterte Ex-Nationalspieler und SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar.

Schmäschke zeigt Verständnis

SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke bedauert "wirklich sehr, dass Steffen sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Ich habe aber auch Verständnis für seine Entscheidung. Er hat sich stets fair uns gegenüber verhalten."

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