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Lemgos Tamas Mocsai verlor nach einem Luftkampf das Bewusstsein © getty

Der TBV Lemgo patzt in Göppingen und verliert an Boden. Für einen Schock sorgt die schwere Verletzung von Tamas Mocsai.

Göppingen - Der TBV Lemgo hat im Kampf um die Champions-League-Qualifikation einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Die Ostwestfalen verloren in einer vorgezogenen Partie des 29. Spieltages 23:29 (12:12) beim Altmeister Frisch Auf Göppingen.

Damit blieb Lemgo mit 35:11 Punkten Tabellendritter hinter Titelverteidiger THW Kiel (45:1) und dem HSV Hamburg (35:9). (Ergebnisse und Tabelle)

Göppingen (31:17) verbesserte sich auf den fünften Platz hinter dem SC Magdeburg (31:13).

Mocsai ins Krankenhaus

Für eine Schrecksekunde in der niveauarmen Partie sorgte die schwere Verletzung von Lemgos Rückraumspieler Tamas Mocsai. Der Ungar wurde in der 49. Spielminute im Angriff in der Luft attackiert, schlug aus voller Sprunghöhe auf dem Boden auf und verlor kurzzeitig das Bewusstsein.

"Mocsai ist mit dem Hinterkopf auf die Platte geknallt", sagte Trainer Markus Baur nach dem Spiel. Baur eilte umgehend aufs Feld zu seinem verletzten Spieler und beschwerte sich bei den Schiedsrichtern. Er sah dafür die Gelbe Karte.

Mocsai musste mit einer Trage vom Feld transportiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Dort bestätigte sich der Verdacht auf eine schwere Gehirnerschütterung.

Stephan: "Unglaubliche Erleichterung"

TBV-Sportdirektor Daniel Stephan, der Mocsai ins Krankenhaus begleitete, sagte: "Tamas war etwa zwei Minuten lang ohne Bewusstsein. Nachdem er wieder zu sich gekommen war, wurde er ins Krankenhaus gefahren, bei der Computer-Tomographie wurden neben der schweren Gehirnerschütterung zum Glück keine negativen Befunde festgestellt."

"Nach der schlimmen Szene war dies eine unglaubliche Erleichterung für uns alle", so Stephan: "Dennoch musste Tamas Mocsai die Nacht im Krankenhaus zur Beobachtung verbringen, konnte aber im Mannschaftsbus die Heimreise am Mittwochvormittag antreten".

Pechvogel Mocsai zog sich zusätzlich einen Bruch des Zeigefingers der rechten Hand zu.

Entscheidung nach der Halbzeit

In dem hartumkämpften Duell zweier früherer Europacupsieger war Lemgo schnell auf 3:0 davongezogen, die Göppinger Fans unter den 6000 Zuschauern mussten über fünf Minuten auf den ersten Treffer ihres Teams warten.

Bis zur Pause lag dann keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren vorn, wobei den Hausherren die erste Führung zum 7:6 erst in der 18. Minute gelang.

Den Grundstein zum Sieg legten die Göppinger ab der 40. Minute, als die Württemberger binnen vier Minuten den Vorsprung auf vier Tore ausbauten.

Danach waren die Gastgeber, die am vergangenen Wochenende beim 43:17 gegen TuSEM Essen ihren bislang höchsten Sieg in der Vereinsgeschichte gefeiert hatten, nicht mehr zu stoppen. Vor allem Michael Thiede überzeugte mit acht Toren bei acht Versuchen.

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