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Hartes Duell: Kiels Stefan Lövgren leidet gegen Matthias Flohr vom HSV © getty

Handball-Krise hin, Schiri-Skandal her: Der THW Kiel bleibt trotz des Wirbels unbeeindruckt und siegt im Topspiel beim HSV.

Hamburg - Im Schatten neuer Manipulationsvorwürfe hat der THW Kiel in der Handball-Bundesliga seine Erfolgsserie fortgesetzt.

Dank eines von Filip Jicha in der letzten Spielsekunde verwandelten Siebenmeters setzte sich der deutsche Rekordmeister am 25. Spieltag beim Verfolger HSV Hamburg mit 34:33 (15:15) durch und brachte den Gastgebern damit die erste Heimniederlage der laufenden Saison bei.

Vor 13.170 Zuschauern in ausverkaufter Halle feierte der Tabellenführer damit den 23. Sieg hintereinander und dürfte bis zum Saisonende bei zwölf Punkten Vorsprung nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen sein (Tabelle und Ergebnisse). ad

Zwölf Treffer von Karabatic

Der HSV bleibt auf dem zweiten Platz. Überragender Werfer für den THW war der Franzose Nikola Karabatic mit zwölf Toren.

Vor der Partie hatte die Skandalwelle im deutschen Handball auch erstmals deutsche Schiedsrichter erreicht. Nach einem Bericht des Spiegel fanden russische Zollbeamte im Jahr 2006 im Gepäck der Magdeburger Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich Bargeld in Höhe von 50.000 US-Dollar.

Nach Bekanntwerden dieses Vorfalls entzog die Handball-Bundesliga dem Duo die Leitung des Top-Spiels und beauftragte stattdessen Lars Geipel und Marcus Helbig.

Magdeburg bezwingt Lemgo

Im Schatten des Spitzenduells standen sich auch die anderen Top-Teams in direkten Duellen gegenüber. Der SC Magdeburg setzte sich 33:30 (21:14) gegen den TBV Lemgo durch und darf sich weiter Chancen auf die Qualifikation zur Champions League machen.

Mit nun 33:15 Zählern rückten die Magdeburger als Vierter bis auf zwei Zähler an die drittplatzierten Lemgoer (35:13) heran.

Löwen halten Anschluss

Die Rhein Neckar-Löwen hielten durch einen 39:30 (18:12)-Sieg über Vize-Meister SG Flensburg-Handewitt und mit nun 32:14 Punkten Anschluss an die Top-Plätze.

Die Flensburger (30:18) müssen sich als Siebter dagegen sogar Sorgen um einen Europacup-Platz machen.

Duell der Zwangsabsteiger

Im Kampf um die internationalen Plätze musste unterdessen auch der VfL Gummersbach mit dem 31:34 (14:14) gegen MT Melsungen einen Rückschlag hinnehmen.

Im Duell der insolventen und bereits als Zwangsabsteiger festehenden HSG Nordhorn und TuSEM Essen setzten sich wie erwartet die Gäste aus Nordhorn 33:22 (16:15) durch.

Aufsteiger Stralsunder HV musste sich GWD Minden 22:31 (16:16) geschlagen geben und droht als Vorletzter gleich wieder abzusteigen.

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