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Fynn Holpert war vor seinem Job in Flensburg Geschäftsführer in Lemgo © getty

Die SG soll auf Drängen des Ausrüsters Minden zum Klassenerhalt verholfen haben. Eine Interviewfrage soll der Beleg sein.

Von Michael Spandern

München - Der deutsche Handball kommt auch vor den Viertelfinal-Spielen der Rhein-Neckar Löwen (zum Bericht: Löwen atmen nach Kraftakt durch) und des THW Kiel (So., ab 17.30 Uhr LIVESCORES ) in der Champions League nicht zur Ruhe (DATENCENTER: Die Viertelfinals der Champions League) .

Nun tauchen auch Gerüchte auf, dass das denkwürdige Bundesliga-Spiel zwischen der SG Flensburg-Handewitt und GWD Minden am letzten Spieltag der vergangenen Saison verschoben wurde.

Vizemeister Flensburg verlor völlig überraschend 28:29 und verhalf den Mindenern dadurch auf Kosten des TuS Nettelstedt zum Klassenerhalt.

Ausrüster soll gebremst haben

Das "Wunder von Flensburg" barg wochenlang Zündstoff und Nährboden für Spekulationen.

Nun melden die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Bild" den Verdacht, dass sich die SG auf Drängen des Sponsors Hummel zurückgelehnt habe. Der Ausrüster beider Teams soll die Flensburger gebeten haben, mit halber Kraft zu spielen.

Als Beleg berufen sich beide Zeitungen auf den Norddeutschen Rundfunk: "Hummel soll auf Spieler zugegangen sein und etwas weniger Einsatz verlangt haben", so der NDR.

Unveröffentlichte Interviewfrage

Beim NDR weist man die Rolle als Quelle jedoch weit von sich. (Alle Handball-News)

Auf Anfrage des "Mindener Tageblatts" sagte der Sender zwar, es habe ein Interview mit SG-Manager Fynn Holpert gegeben, bei dem dieser nach dem damaligen Spiel gefragt worden sei.

Doch Holpert habe jegliche Manipulation bestritten, versichert der Sender. Der betreffende Teil des Interviews sei nicht veröffentlicht worden.

Und auch Flensburgs Linksaußen Lars Christiansen, der auch Inhaber eines Hummel-Geschäfts in Hamburg ist, wehrt sich: "Ich kann versprechen, dass keiner bei der SG mit Absicht verliert", sagte der Däne. "Ich arbeite seit vielen Jahren mit Hummel zusammen. Die würden so etwas nie verlangen."

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