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THW-Manager Uwe Schwenker glaubt an den Rückhalt der Kieler © getty

Der Manager des THW stellt seine Zukunft in Kiel in Frage, fühlt aber Rückhalt. Auch die HBL gerät weiter unter Druck.

Von Michael Spandern

München - Der Druck auf Uwe Schwenker verstärkt sich: War eine Anklage gegen den Manager des THW Kiel in der vergangenen Woche noch "weit entfernt", sieht der zuständige Oberstaatsanwalt Uwe Wick die Lage inzwischen anders:

"Wir haben den Anfangsverdacht bejaht und befinden uns nun genau zwischen Anfangsverdacht und hinreichendem Tatverdacht, also mitten im Ermittlungsverfahren", sagte Wick. (Manipulierte Kiel seit dem Jahr 2000?)

Der THW hat am Dienstag ebenso Einsicht in die Ermittlungsakten bekommen wie der Verteidiger des der Untreue beschuldigten Managers.

"Mal sehen, wie es weitergeht"

Schwenker heizte vor der Partie in Göppingen, bei der die Kieler ihre Spitzenposition festigten, die Spekulationen um seine Person an.

"Wir müssen mal sehen, wie es in Kiel weitergeht", sagte er im "DSF", betonte aber auch, dass er in Kiel einen unheimlichen Rückhalt spüre.

Ob sich der 50-Jährige vor einem Richter verantworten muss, steht noch nicht fest. Wick meinte, die Untersuchungen könnten sich hinziehen: "Wir haben ein weiteres Rechtshilfeersuchen in Osteuropa erwirkt." (Schwenker weist Vorwürfe erneut von sich)

"Gedanken, aber keine Sorgen"

In einem Interview mit den "Kieler Nachrichten" sagte Schwenker: "Meine Anwälte haben mir dringend geraten, momentan gar nichts zu dem laufenden Verfahren zu sagen. Gar nichts! Aber zu gegebener Zeit wird noch einiges zu sagen sein."

Einsicht in die Akten der Kieler Staatsanwaltschaft habe er noch nicht genommen. Sorgen mache er sich aber um sich und den THW nicht: "Ich mache mir Gedanken, keine Sorgen." Auf die Frage, ob er ein reines Gewissen habe, antwortete Schwenker: "Wie ich schon sagte: Ich mache mir Gedanken, aber keine Sorgen."

Elefantenrunde in Frankfurt

Unterdessen kommt auch die Handball-Bundesliga (HBL) nicht zur Ruhe. Einen Tag nach dem HBL-Vorstand tagte am Mittwoch der Aufsichtsrat.

Andreas Rudolph - einer der Sieben ? hatte den Liga-Boss und Schwenker-Vertrauten Reiner Witte aufgefordert, sein Amt ruhen zu lassen. Nun wurde Rudolph der "Bild" zufolge ein Maulkorb auferlegt. (HSV-Boss Rudolph belastet Schwenker schwer)

Doch der Brand schwelt weiter: Das Gremium setzte eine Sitzung am Sonntagmorgen in Frankfurt an, bei der der HBL-Vorstand angehört wird. Angeblich geht es dann auch um den Posten von Witte.

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