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Torsten Jansen (M.) war im Hinspiel der Matchwinner für die Hanseaten © imago

Keine Verschnaufpause: Nach dem Kraftakt in der Champions League will Hamburg in der Liga gegen Lemgo Platz zwei festigen.

Von Liane Killmann

München - Es ist das Duell zweier nach Pluspunkten gleicher Kiel-Verfolger, aber es geht weniger um die Verfolgung des enteilten THW als um die Qualifikation um die Champions League.

Im Spitzenspiel des 26. Spieltags empfängt der HSV mit dem TBV Lemgo (ab 20.15 Uhr LIVESCORES und live im DSF), der 37:13 Punkte und damit eine Niederlage mehr auf dem Konto hat, seinen Hauptrivalen um Platz zwei. Der Verlierer dürfte den Atem des viertplatzierten Frisch Auf Göppingen (37:19) witttern.

Nach dem Viertelfinal-Kracher in der "Königsklasse" gegen Flensburg (HSV rettet sich nach Krimi ins Ziel) ist es für die Hamburger das zweite Top-Duell innerhalb weniger Tage.

Mocsai und Geirsson fehlen

Ein echter Kraftakt: Martin Schwalb steht in der Color Line Arena jedoch der komplette Kader zur Verfügung. Lediglich Oleg Velyky soll geschont werden.

Lemgo reist ausgeruht, aber dezimiert an die Elbe. Trainer Markus Baur muss auf Tamas Mocsai und Logi Geirsson verzichten. Im Falle eines Auswärtssieges könnte der TBV die lauernden Rhein-Neckar-Löwen (34:14), derzeit bei einem Spiel weniger Tabellenfünfter, weiter distanzieren.

Trotz der Schwerstarbeit in Flensburg gehen die Hanseaten, die 12 ihrer letzten 13 Bundesligapartien gewonnen haben, zuversichtlich in die Partie:

Revanche in der Color-Line-Arena

Im Hinspiel hatte der HSV den Lemgoern im Gerry-Weber-Stadion die bislang einzige Heimniederlage (30:34 - Hamburg lässt Krise hinter sich) eingebrockt. Linksaußen Torsten Jansen war mit neun Treffern der Matchwinner.

Doch seither hat der TBV Verstärkung bekommen. Weltmeister Holger Glandorf kam im Februar von der insolventen HSG Nordhorn-Lingen (Alle Handball-News). In vier Einsätzen hat die Rückraum-Tormaschine schon 17 Treffer auf dem Konto.

"Gerade in der Color Line Arena ist der HSV eine sehr schwer zu schlagende Mannschaft. Wir müssen trotzdem unser Spiel aufziehen", sagt Holger Glandorf. Saisonziel bleibe trotz eines schweren Restprogramms die Qualifikation zur Champions League.

Alle Augen auf Ciudad

Der HSV könnte mit einem Heimsieg gegen die Ostwestfalen so gut wie sicher erneut für den höchsten europäischen Wettbewerb planen. Doch soweit denkt beim aktuellen CL-Halbfinalist wohl niemand.

Schließlich will das Team von Schwalb zunächst einmal das Finale 2009 erreichen: Die Auslosung am Montag ergab, dass die Hamburger zunächst in eigener Halle gegen Ciudad Real antreten (Die Auslosung der Halbfinals der Champions League).

Es wird eine Frage der Fitness sein, wie lange der HSV angesichts der hohen Belastung dreier Wettbewerbe (Favoriten marschieren ins Final Four) solche Kraftanstrengungen wie gegen Flensburg auf das Parkett bringen kann.

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