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Michael Kubisztal hält sich am Ball fest, doch Börge Lund und Kiel behalten die Oberhand © imago

Auch das Spiel in Berlin ist nur Formsache für den THW, der im April Meister werden kann. Zudem winkt ein alleiniger Rekord.

Berlin - Scheinbar unaufhaltsam marschiert Rekordmeister THW Kiel dem 15. Titelgewinn entgegen.

Ungachtet aller Manipulationsvorwürfe ("Viele profitieren davon, den THW zu beschmutzen") setzte sich die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason 34:25 (17:9) bei den Füchsen Berlin durch und fuhr den 26. Sieg nacheinander ein.

Lediglich am ersten Spieltag hatte es gegen Aufsteiger TSV Dormagen nur zu einem Unentschieden gereicht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kollaps bei bestätigter Korruption?

"Ich bin sehr zufrieden. Wir haben über 60 Minuten schönen Handball gezeigt", sagte THW-Coach Alfred Gislason zum Spiel, ehe er sich wieder Fragen nach den Bestechungsvorwürfen gegen den Verein stellen musste.

"Die Spieler lassen nichts an sich rankommen", sagte er, "wenn aber etwas an den Vorwürfen dran wäre, könnte ich mir vorstellen, dass der eine oder andere zusammenbricht."

Titel schon im April perfekt?

Sollten die Kieler (53:1 Punkte) ihre Erfolgsserie fortsetzen, könnten sie ungeachtet der Ergebnisse der Konkurrenz um den Tabellenzweiten HSV Hamburg (39:11) (HSV Hamburg lässt Lemgo keine Chance) schon am 29. Spieltag am 22. April die Meisterschaft perfekt machen.

Zudem hat der THW weiter alle Möglichkeiten, die Saison mit der besten Bilanz seit Aufstockung der Bundesliga auf 18 Teams 1999/2000 abzuschließen:

Seitdem hatten mit je 62:6 Punkten der TBV Lemgo (2003) und zweimal die Kieler (2005 und 2006) die beste Ausbeute zum Saisonende.

Sieben Tore von Zeitz und Kubisztal

In Berlin waren die Kieler vor 14.526 Zuschauern wie erwartet in allen Belangen überlegen.

Bester THW-Werfer war der frühere Weltmeister Christian Zeitz (7), aber auch der französische Weltmeister Thierry Omeyer war mit 19 Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter von Kjetil Strand, ein Garant des Sieges.

Für die Füchse traf Michal Kubisztal (7) am besten. (Stenogramme 26. Spieltag) Die Berliner (25:27), die auch in ihrem dritten und wohl letzten Auftritt in der Arena am Ostbahnhof den Kürzeren zogen, liegen als Zehnter weiter im Mittelfeld.

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