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Jackson Richardson holte mit Frankreich zweimal den WM-Titel © getty

Im Spitzenspiel ist der HSV zu Gast bei den Rhein-Neckar Löwen. Deren Neuling Richardson bleibt erstmal die Jokerrolle.

Von Annette Bachert

München - Vor dem Spitzenspiel zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem HSV (20.15 Uhr LIVESCORES / LIVE im DSF )sorgte ein neuerlicher Transfercoup der Löwen für Aufregung. Die Mannheimer verpflichteten letzte Woche Jackson Richardson (Super-Coup: Löwen reaktivieren Richardson) .

Der ehemalige französische Nationalspieler könnte bereits gegen den HSV auf dem Feld stehen.

Löwen-Kreisläufer Schwarzer gibt sich Sport1.de gegenüber aber realistisch:

"Er war gestern erstmals im Training. Da kann man noch keine Wunderdinge erwarten. Man darf nicht überschwänglich sein und meinen, Richardson ist der große Retter.

Er braucht mit Sicherheit ein bisschen mehr Zeit und wir hoffen, dass er uns dann in dem einen oder anderen Spiel Entlastung bringen kann. Erstmal muss man von der Mannschaft ausgehen, die bisher gespielt hat. Und er ist das Plus, das dazu kommt."

Für beide Mannschaften geht es um viel.

"Wir erwarten einen Sieg"

Auf die Frage was er sich von dem Spiel erwarte, sagte Rhein-Neckar Löwe Christian Schwarzer zu Sport1.de: "Einen Sieg von uns. Wir spielen jetzt variabler als im Hinspiel (25:31-Niederlage in der Color Line Arena) und haben ein größeres Selbstvertrauen.

Und vor allem, dass wir weiterhin im Rennen um die Champions League Plätze oben dabei sein können".

Die Löwen würden mit einem Sieg am TBV vorbei ziehen und wären dann Hamburgs (41:11 Punkte) ärgster Verfolger.

"Wir machen es wie bisher"

Von Platz vier und fünf haben aber auch Frisch Auf Göppingen (37:21) und der SC Magdeburg (35:19) Interesse am internationalen Geschäft angemeldet und die gilt es auf Abstand zu halten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Besonders da das Restprogramm der Löwen noch einige Spitzenspiele zu bieten hat.

HSV, Kiel und Magdeburg heißen die vermeintlich schweren Gegner. Aber auch die gegen den Abstieg kämpfenden Teams, wie Essen, Dormagen und Wetzlar sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Schwarzer hat seine eigene Meinung dazu: "Wir spielen in der Rückrunde in der Meisterschaft sehr gut mit. Wir machen das so, wie wir es bisher gemacht haben, von Spiel zu Spiel denken".

Im Löwen-Lazarett liegen nach wie vor Sergiy Schelmenko (Bandscheibenvorfall) und Grzegorz Tkayczyk (Außenminiskus am linken Knie), aber Verstärkung ist schon da:

HSV ohne Bertrand Gille

Die Hamburger haben in der Bundesliga allerdings einen Lauf. Sie gewannen 14 der letzten 15 Spiele. Den einzigen Ausrutscher leisteten sich sich gegen Kiel. Gegen den direkten Konkurrenten aus Lemgo setzten sie sich deutlich mit 32:24 (HSV Hamburg lässt Lemgo keine Chance) durch.

Von Verletzungssorgen bleibt der HSV allerdings auch nicht verschont. Ihnen fehlt Kreisläufer Bertrand Gille, der im letzten Spiel gegen Göppingen einen heftigen Schlag auf die Rippen bekam. Doch der Verdacht auf Rippenbruch wurde nicht bestätigt.

Über den THW Kiel, auf den die Löwen in den nächsten vier Wochen vier Mal (Bundesliga, Final Four, zwei Mal Champions League) treffen, schwärmte Schwarzer:

"Es ist einfach nur schön, sich mit der besten Vereinsmannschaft der Welt messen zu können. Hoffentlich können wir sie auch mal ärgern".

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