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Der Wirbel um die Kieler Manipulationsaffäre nimmt einfach kein Ende © getty

Nun meldet sich auch der Geschäftsführer der internationalen Klubvertretung zu Wort - und versucht den Kieler Ex-Manager zu entlasten.

München - In der Manipulationsaffäre um Handball-Rekordmeister THW Kiel melden sich immer mehr Zeugen öffentlich zu Wort.

Gerd Butzeck, Geschäftsführer der internationalen Klubvertretung G14, erklärte "aus gegebenem Anlass" in einer Pressemitteilung, der langjährige THW-Manager Uwe Schwenker habe "an jenem feucht-fröhlichen Abend im Juli 2007 wirre Äußerungen im Zusammenhang mit Schiedsrichtern und Schiedsrichterbestechung von sich gegeben".

Butzeck war neben Schwenker damals einer der Gäste auf der Finca von HSV-Hamburg-Präsident Andreas Rudolph auf Mallorca.

Erinnerungslücke?

Butzeck: "Da der Abend fast zwei Jahre zurückliegt und die fraglichen Aussagen in betrunkenem Zustand gegen Mitternacht geäußert worden sind, kann ich weitere Einzelheiten oder einen genauen Wortlaut weder bestätigen noch dementieren."

Er habe seine Aussagen sowohl der Staatsanwaltschaft Kiel als auch Dritten gegenüber mehrfach bestätigt.

Nielsen wettert

Funktionär Butzeck, der auch als Spielerberater tätig ist, reagierte mit seinem Gang an die Öffentlichkeit auf Vorwürfe von Jesper Nielsen, Gesellschafter von Bundesligist Rhein-Neckar Löwen.

Nielsen (THW-Vorwürfe: Nielsen legt nach) hatte in einem Interview der "Hamburger Morgenpost" zuletzt gesagt: "Ich bin enttäuscht, dass Butzeck öffentlich nicht die Wahrheit sagt. Mir selbst hat er bestätigt, dass Uwe auf Mallorca alles zugegeben hat.

Freundschaftsdienst?

Butzeck sagte zu mir: 'Ich kann das nicht machen, weil Uwe mein Freund ist .

Andreas Rudolph hatte Uwe Schwenker Ende März auf einer Pressekonferenz in Hamburg schwer belastet.

"Im Juli 2007 habe ich mit Schwenker in meinem Haus auf Mallorca zusammengesessen."

Rudolph unterstützt Nielsen

Und weiter: "Dort hat mir Schwenker gesagt: Andreas, ich habe lange gebraucht, um zu begreifen, dass man die Champions League nur mit Schiedsrichter-Bestechung gewinnt", sagte Rudolph damals.

Gegen Schwenker ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel wegen Betrugs- und Untreueverdachts.

Er war Anfang April von seinem Amt als Geschäftsführer beim THW Kiel zurückgetreten.

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