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Kam 2008 von Frisch Auf Göppingen zum TBV: Torwart Martin Galia © getty

Bundesligist TBV Lemgo bestätigt: Bei Martin Galia wurde Octopamin nachgewiesen. Doch der Torhüter darf vorerst weiterspielen.

München - Der Dopingverdacht gegen Torhüter Martin Galia vom Bundesligisten TBV Lemgo ist offiziell bestätigt.

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) habe den Verein darüber informiert, "dass bei der vom Spieler Martin Galia am 28. März 2009 abgegebenen Doping-Probe Spuren der verbotenen spezifischen Substanz Octopamin entdeckt worden seien", hieß es in einer Stellungnahme des Tabellenvierten am Freitag (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der 30-jährige Tscheche muss aber vorerst nicht mit einer automatischen Sperre rechnen, da der Verband bei solchen Substanzen davon ausgeht, "dass sie in alltäglich gebräuchlichen Heilmitteln vorkommen und dadurch eine größere Gefahr besteht, aus Versehen eingenommen zu werden".

Bis zu einer Entscheidung der Anti-Doping-Kommission des DHB ist der Athlet damit weiterhin einsetzbar.

"Heilmittel" der Grund?

Wie es in der Erklärung des TBV Lemgo weiter heißt, arbeiten Galia und der Verein mit der Anti-Doping-Kommission zusammen, um das Zustandekommen der positiven A-Probe aufzuklären.

"Derzeit wird überprüft, ob und gegebenenfalls welche dem Spieler Galia verabreichten Heilmittel, deren Einnahme er vor Abgabe der Dopingprobe formell ordnungsgemäß offen gelegt hat, einen entsprechenden Wirkstoff enthalten", so der Wortlaut der Mitteilung.

Am Donnerstag hatte der DHB in einem Statement zunächst nur die nach der Bundesliga-Partie gegen den TV Großwallstadt (34:27) positiv auf Octopamin getestete A-Probe eines Bundesligaspielers bestätigt, ohne jedoch einen konkreten Namen oder den betroffenen Verein zu nennen (Doping in Lemgo?).

Punktabzug erst bei zwei Gedopten

Galia droht eine Sperre von zwei Jahren. Lemgo hingegen muss keinen Strafe fürchten: Wie Uwe Stemberg, Spielleiter der Handball-Bundesliga, Sport1.de bestätigte, sind Punktabzüge erst möglich, wenn zwei Spielern eines Vereins nachweislich gedopt haben.

Diese in Paragraph 50.1g der Spielordnung festgeschriebene Regel folge einer Vorgabe der WADA für Mannschaftssportarten.

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