Viel Tamtam um "Bamm-Bamm": Der bevorstehende Wechsel von Kreisläufer Patrick Wiencek vom VfL Gummersbach zum deutschen Rekordmeister THW Kiel sorgt auf beiden Seiten für Missstimmung.

In einem Interview mit dem "Kölner Express" wetterte VfL-Trainer Sead Hasanefendic gegen die Kieler: "Wir wollen mit den Verantwortlichen des THW reden. Sie müssen uns erklären, warum sie hinter unserem Rücken so vorgegangen sind. Gerade von Alfred Gislason bin ich enttäuscht."

Der VfL-Trainer droht zudem dem derzeit suspendierten 21-Jährigen, ihn bis zum Ende seines Vertrages im Sommer 2012 auf die Tribüne zu verbannen: "Bis zu einer Entscheidung mit Kiel wird er nicht mehr für uns spielen. Sollten wir uns mit dem THW auch im Sommer nicht einigen, wird er bis 2012 nur noch auf der Tribüne sitzen oder für die zweite Mannschaft auflaufen", sagte Hasanefendic.

Wiencek, ein blonder Hüne von über zwei Meter Körpergröße und mehr als 110 kg Körpergewicht mit dem Spitznamen einer Zeichentrickfigur, hatte sich per Handschlag mit dem THW darauf verständigt, spätestens im Sommer 2012 zum Champions-League-Sieger zu wechseln.

"Wir haben die verbindliche Zusage von Patrick, es gibt einen Handschlag. Darauf ist Verlass", sagte THW-Manager Uli Derad den "Kieler Nachrichten".

Allerdings hatten weder der Junioren-Weltmeister von 2009 noch die Kieler den VfL Gummersbach im Vorfeld über die Verhandlungen unterrichtet.

"Wir können es uns natürlich nicht gefallen lassen, dass ein Spieler, der bei uns noch einen Vertrag bis 2012 hat, von heute auf morgen seinen Wechsel bekannt gibt, ohne dass er, sein neuer Berater oder aber der THW Kiel vorher in irgendeiner Form mit uns gesprochen haben", sagte VfL-Geschäftsführer Axel Geerken.

Kiels Manager Derad konterte: "Wir müssen nicht um die Erlaubnis des anderen Vereins betteln, ob wir mit dem Spieler über dessen Zukunft danach sprechen dürfen."

Wiencek war erst 2010 von Ex-Meister Tusem Essen nach Gummersbach gewechselt.

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