Der in finanzielle Schieflage geratene DHC Rheinland steht mit großer Wahrscheinlichkeit als erster Absteiger der fest.

"Der derzeit maßgebliche Antrag für die erste Liga wird zurückgewiesen. Allerdings ist das noch nicht rechtskräftig", sagte Rolf Nottmeier, Mitglied der Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL).

Die Dormagener haben noch die Chance, bis eine Woche nach der Zustellung des Bescheides Beschwerde bei der HBL einzulegen.

Das Schriftstück soll Anfang der Woche beim Tabellenletzten eintreffen. Der Klub hatte zuvor fristgerecht seine Lizenzunterlagen für die Bundesliga und 2. Liga eingereicht.

Die Rheinländer hatten am 8. Februar 2011 beim zuständigen Amtsgericht in Düsseldorf Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Ausschlaggebend für die wirtschaftliche Misere war die Pleite des Hallen-Namensgebers. Dadurch fehlen dem DHC Rheinland geschätzte 350.000 Euro. Zuletzt waren Gespräche mit vier japanischen Unternehmen gescheitert.

Die Dormagener dürfen trotz der wirtschaftlichen Nöte auf die Aufrechterhaltung ihres Spielbetriebs bis zum Saisonende hoffen. Durch die Spendenaktionen und die aufgestockte Unterstützung eines Sponsors konnten bislang über 45.000 Euro gesammelt werden.

Das ist immerhin knapp ein Viertel der benötigten 200.000 Euro. Diese Summe ist laut Insolvenzverwalter Dirk Andres nötig, um die Runde zu Ende spielen zu können.

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