Manager Thorsten Storm von den Rhein-Neckar Löwen hat nach dem Ende einer enttäuschenden Saison seine Spieler und den Aufsichtsratsvorsitzenden Jesper Nielsen kritisiert.

Der vierte Platz in der Bundesliga sei "nicht unser Anspruch, wir sind besser besetzt als die Mannschaft der Berliner Füchse, weshalb wir Dritter hätten werden müssen", sagte Storm dem "Mannheimer Morgen".

"Wir müssen endlich lernen, ständig und auf Knopfdruck ein Mindestniveau zu spielen - gerade gegen die kleinen Gegner. Bei uns stimmt der Spannungsbogen leider nicht immer - und das geht nicht", fügte Storm hinzu.

Zudem monierte er, dass der Klub zu viele Spieler beschäftigt, "die nicht in der Abwehr spielen können". Einige davon seien auf Drängen von Nielsen verpflichtet worden. "Es ist nicht alles optimal gelaufen, aber das klären wir intern", sagte Storm.

Weitere Seitenhiebe auf den dänischen Aufsichtsratsboss, der sich künftig mehr um seinen Heimatklub AG Kopenhagen kümmern und auch Löwen-Spieler dorthin lotsen will, konnte sich Storm dennoch nicht verkneifen.

"Mit dem Trainerwechsel hin zu Gudmundur Gudmundsson hatte ich die Hoffnung, dass jetzt endlich Kontinuität bei diesem Verein einzieht. So hatte es Jesper Nielsen allen Spielern und Fans dann ja auch versprochen, doch genau das Gegenteil ist leider passiert. Wir können uns bei den Anhängern und allen Partnern für die ständige Unruhe nur entschuldigen", sagte Storm.

Außerdem habe Nielsen dem Verein mit seiner Ankündigung, der weltbeste Klub werden zu wollen, keinen Gefallen getan: "Diese Aussage hat leider unsere Gegner heißer gemacht und nicht das eigene Team gestärkt."

Die Löwen hatten in der abgelaufenen Saison zwar das Final-Four-Turnier der Champions League in Köln erreicht, sie verloren dort aber gegen den späteren Sieger FC Barcelona und gegen den deutschen Meister HSV Hamburg.

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