Nach dem zweiten Platz in der vergangenen Bundesliga-Saison fordert Alfred Gislason, Trainer des Rekordmeisters THW Kiel, von seiner Mannschaft in der kommenden Spielzeit den Titelgewinn.

"Eine Saison ohne Meisterschaft ist unbefriedigend", sagte der Isländer den Kieler Nachrichten. Um dieses Ziel zu verwirklichen, müssten seine Spieler Egoismen zurückstellen und sich voll auf ihren Beruf konzentrieren:

"Einige müssen sich mehr mit dem eigenen Spiel beschäftigen. Das Rotationssystem, das wir spielen wollen, ist in erster Linie Kopfsache", so der 51 Jahre alte Chefcoach.

Aussagen von Rückraumspieler Christian Zeitz, dass Gislason seinen Führungsstil korrigiert habe und inzwischen weniger demokratisch gestalte, wies Kiels Trainer als "lächerlich" zurück:

"Meinen Stil habe ich in den vergangenen 15 Jahren nicht verändert. Profi-Handball ist keine Demokratie. Vielleicht habe ich aber mit meiner Art, mit Spielern umzugehen, den einen oder anderen überschätzt."

Zudem wurde im Trainingslager der Kieler auf der französischen Insel La Reunion bekannt, dass Zeitz, der sich bei einem Mountainbike-Sturz eine leichte Schulterverletzung zugezogen hatte, auch unter dem neuen Bundestrainer Martin Heuburger nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen will.

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