Trainer Gudmundur Gudmundsson von den Rhein-Neckar Löwen hat knapp einen Monat vor Beginn der neuen Saison Alarm geschlagen.

Den Badenern bereiten eine Verletzungsmisere und die schwache Defensive Sorgen. "Keine Frage, die Abwehr ist eine Baustelle", sagte Gudmundsson dem "Mannheimer Morgen".

Mehrere Monate werden voraussichtlich Kreisläufer Bjarte Myrhol (Rückenprobleme) und Rechtsaußen Ivan Cupic (Schulterblessur) fehlen.

"Diese Ausfälle schwächen uns und darüber mache ich mir viele Gedanken. Die Situation ist fraglos schwierig", meinte der 50-jährige Gudmundsson, der mit den Löwen Anfang September in der Qualifikation noch um die Teilnahme an der Champions League kämpft.

Der Isländer konnte sich im Rückblick auf die zurückliegende Runde einen Seitenhieb auf den Hauptgeldgeber und ehemaligen Aufsichtsratsboss Jesper Nielsen nicht verkneifen. Der millionenschwere Däne hatte immer wieder angedeutet, etliche Löwen-Akteure zu seinem Heimatverein AG Kopenhagen lotsen zu wollen.

"Die Unruhe gegen Ende der vergangenen Spielzeit hat meine Arbeit ungemein erschwert, das muss man so sagen", erklärte Ex-Profi Gudmundsson. In Olafur Stefansson und Gudjon Valur Sigurdsson haben letztlich nur zwei Leistungsträger den Bundesliga-Vierten der Vorsaison Richtung Kopenhagen verlassen.

Große Hoffnungen setzt Gudmundsson in Stefansson-Nachfolger Krzysztof Lijewski vom deutschen Meister HSV Hamburg. "Einen stärkeren Mann als ihn hätten wir wirklich nicht bekommen können", sagte der Löwen-Coach.

"Krzysztof ist einer der besten Halbrechten auf der Welt. Egal, ob vorne oder hinten, er kann alles. Ein Supertyp ist das", lobte der Isländer den polnischen Nationalspieler in der "Rhein-Neckar-Zeitung".

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel