Die beiden Rivalen sind sich einig: Sowohl beim Deutschen Meister HSV Hamburg als auch bei Pokalsieger THW Kiel erwartet man für die in zehn Tagen beginnende Saison in der Toyota HBL mehr als einen Zweikampf um den Titel.

"Die Konkurrenz ist stärker geworden, auch die Rhein-Neckar-Löwen, die SG Flensburg-Handewitt und die Füchse Berlin sind zu beachten", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

Auch der Ex-Coach und neue HSV-Präsident Martin Schwalb glaubt nicht, dass sich das Meisterschaftsrennen nur auf Rekordmeister Kiel und Titelverteidiger HSV reduziert: "Diese beiden Mannschaften sind im Moment vielleicht noch einen ganz kleinen Tick voraus, aber ich kann mir gut vorstellen, dass mindestens ein dritter Klub auf Augenhöhe mitspielen kann."

Die beiden Erzrivalen treffen bereits in der kommenden Woche erstmals aufeinander. Am 30. August wird in der Münchner Olympiahalle das Endspiel um den Supercup ausgetragen, ein Finalsieg ist für HSV-Kapitän Pascal Hens durchaus ein wichtiges Ziel.

"Wir sind hungrig auf weitere Titel und möchten gerne wieder etwas in die Luft strecken", erklärte der Nationalspieler. Finanziell haben sich die beiden Klubs weitgehend angenähert. Während die "Zebras" mit einem Etat von 9,5 Millionen Euro in die neue Spielzeit gehen, liegt diese Summe beim HSV 500.000 Euro niedriger.

Die Hanseaten gaben überdies am Mittwoch bekannt, erstmals die Schallmauer von 6.000 verkauften Dauerkarten überwunden zu haben.

Zum bevorstehenden Prozess gegen Ex-Trainer Noka Serdarusic sowie den ehemaligen Manager Uwe Schwenker wollten die Schleswig-Holsteiner keine Stellungnahme abgeben.

Den früheren THW-Machern wird vorgeworfen, den polnischen Schiedsrichtern im Zuge des Champions-League-Finalrückspiels im April 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt durch einen kroatischen Mittelsmann einen höheren fünfstelligen Geldbetrag übergeben zu haben.

Erster Verhandlungstag ist der 21. September, zunächst sind bis Dezember 20 weitere Termine angesetzt.

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