Beim Kieler Prozess um die angebliche Schiedsrichterbestechung im Handball gegen Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic wird am Freitag der ehemalige polnische Schiedsrichter Marek Goralczyk vor Gericht aussagen.

Goralzyk soll dafür bezahlt worden sein, mit seinem Partner Miroslaw Baum das Champions-League-Finale 2007 zu Gunsten des THW Kiel verschoben zu haben. Baum hatte die Angeklagten bei seiner Vernehmung in der vergangenen Woche entlastet.

"Keine Person hat mit mir über das Spiel und eine eventuelle Manipulation gesprochen", hatte Baum am 28. Oktober vor der Strafkammer des Kieler Landgerichtes ausgesagt: "Es gab keine Mails, keine SMS und kein Telefongespräch."

Auch Goralczyk, der inzwischen als Generalsekretär beim polnischen Handballverband tätig ist, hatte die angebliche Bestechung stets bestritten.

Die beiden polnischen Referees hatten 2007 das Champions-League-Final-Rückspiel zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt geleitet.

Baum soll dafür nach Meinung der Anklage von den ehemaligen THW-Manager Schwenker und Ex-Trainer Serdarusic bezahlt worden sein, die Partie zu Gunsten der Kieler verschoben zu haben.

Rund 92.000 Euro sollen die beiden Polen über einen kroatischen Mittelsmann dafür bekommen haben.

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