Der deutschen Nationalmannschaft fehlt es an individueller Stärke.

Diese Meinung vertritt der frühere Weltklasse-Kreisläufer Christian Schwarzer, der nach dem EM-Debakel von Serbien und der verpassten Olympia-Qualifikation dennoch eine Lanze für das Team von Bundestrainer Martin Heuberger bricht.

"Wir sind nicht meilenweit von der Weltspitze entfernt. Uns fehlt halt nur ein kleines Stück", sagte Schwarzer.

Der 42-Jährige, mittlerweile Jugend-Koordinator im Deutschen Handballbund (DHB), vermisst in der deutschen Mannschaft vor allem die Akzente aus dem Rückraum.

"Die Außenpositionen, der Kreis und auch das Tor waren richtig gut besetzt. Was fehlte, waren die leichten Tore aus dem Rückraum", sagte Schwarzer.

Jemand wie der mittlerweile zurückgetretene Pascal Hens, "der früher mal aus zehn Metern die leichten Treffer erzielte, für die man nicht viel arbeiten musste, der fehlte uns in Serbien".

Als Team funktioniere die deutsche Mannschaft dagegen immer gut. "Das wollen wir auch unbedingt beibehalten, aber du kommst in engen und wichtigen Spielen immer wieder an einen Punkt, wo sich alles über die individuelle Stärke einzelner entscheidet", sagte Schwarzer und betonte:

"Das war zum Beispiel das, was uns im entscheidenden Hauptrundenspiel gegen Polen fehlte. Da gab es eben nicht dieses überraschende Momentum."

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