Der HSV Hamburg wird zukünftig wohl kleinere Brötchen backen müssen. Mit dem Ausstieg von Medizinunternehmer Andreas Rudolph als Präsident und der Reduzierung der Sponsoraktivitäten müssen die Norddeutschen ihre Ausgaben senken.
Rudolphs Bruder Mathias, der die Geschicke des Vereins nun leitet, gab gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" zu: "Wir müssen zusehen, künftig unnütze Ausgaben zu vermeiden."
Ein vom Blatt ins Gespräch gebrachter freiwilliger Gehaltsverzicht soll es dagegen nicht geben. "Alle Spieler bekommen ihr Gehalt so, wie es in den Verträgen steht. Jede andere Information ist nicht richtig", sagte Rudolph.
Vor der Saison wurden bereits die Verträge von Blazenko Lackovic, Marcin Lijweski und Torsten Jansen zu reduzierten Bezügen verlängert. Zudem fielen mit dem Abgang der Gilles-Brüder zwei hohe Gehaltsposten weg.
Allerdings legen die Hamburger auf dem Transfermarkt wohl noch einmal nach. Vom insolventen dänischen Meister AG Kopenhagen soll Linksaußen Frederik Petersen in die Hansestadt wechseln und den verletzten Jansen vertreten. "Er will, wir wollen. Ich denke, wir haben auf der Linksaußen-Position adäquaten Ersatz gefunden", sagte Rudolph.
Der Olympia-Zweite wäre allerdings wohl ein Schnäppchen. "Die Situation ist erschreckend für Kopenhagens Spieler, sie können in diesen Tagen nicht marktwertgerecht unterschreiben", berichtete Rudolph.
