Uwe Schwenker, ehemaliger Manager des Rekordmeisters THW Kiel, erhob schwere Vorwürfe gegen Jesper Nielsen, der bis Anfang des Jahres als Gesellschafter bei den Rhein Neckar Löwen aktiv war: "Er wollte einst Hauptsponsor beim THW werden. Das hat nicht geklappt. Dann trat er als Hauptbelastungszeuge gegen den THW und mich auf", sagte Schwenker.
"Die Gründe dafür lagen auf der Hand. Mittlerweile hat sich jeder Handball-Interessierte sein eigenes Urteil über seine Glaubwürdigkeit gemacht. Jesper Nielsen ist raus bei den Löwen, und sein letzter Klub AG Kopenhagen ist insolvent. Er hat im europäischen Handball überall verbrannte Erde hinterlassen."
Von September 2011 an hatten sich Schwenker und Ex-Trainer Noka Serdarusic mehr als vier Monate lang vor dem Kieler Landgericht auch wegen des Vorwurfs der Spiel-Manipulation verantworten müssen.
Im Zentrum der Ermittlungen stand dabei das Finale der Champions League 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt. Nach 19 Prozesstagen sprach Richter Matthias Wardeck die beiden Angeklagten frei.
Dem Ermittlungsverfahren wegen Untreue sieht Schwenker dagegen gelassen entgegen.
"Dem THW ist kein wirtschaftlicher Schaden entstanden, und ich habe mich stets im Rahmen meiner Befugnisse bewegt", sagte Schwenker der "Sport Bild".
Trainer Serdarusic habe mehrfach Darlehen vom THW erhalten, die Zahlung hätten damalige Gesellschafter abgesegnet, sagte Schwenker: "Wie kann man untreu sein, wenn die Treugeber eine solche Zahlung genehmigen?"
