Handball-Bundestrainer Martin Heuberger hat sich für eine Reduzierung der Mannschaften in der Bundesliga stark gemacht und auch die Reformierung der Champions League gefordert.
"Die Bundesliga von 18 auf 16 Mannschaften zu verkleinern, halte ich für eine Möglichkeit - auch angesichts des Leistungsgefälles", sagte Heuberberger dem Mannheimer Morgen. Außerdem sei die Champions League in den vergangenen Jahren aufgebläht worden.
"Wenn ich da manch ein Ergebnis sehe, frage ich mich, ob in der Königsklasse wirklich so viele Mannschaften etwas verloren haben. Manchmal ist weniger mehr", meinte der 48-Jährige.
Auch die Belastungen in der Nationalmannschaft hält Heuberger für zu hoch.
"Die EM-Qualifikation ist umfangreicher als früher. Das muss so nicht sein. Und wir brauchen auch keine Europameisterschaft, wenn im gleichen Jahr Olympische Spiele stattfinden. So kann es auf jeden Fall nicht weitergehen, dass die Jungs wie in diesem Jahr aus London kommen und wenige Tage später die Bundesliga beginnt. Das ist Irrsinn", sagte Heuberger, der mit der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) die Qualifikation für die Spiele in London verpasst hatte.
Nach dem Rücktritt von Pascal Hens aus der Nationalmannschaft im Januar ist auch die Kapitänsfrage wohl endgültig geklärt. Zum Start der EM-Qualifikation am 1. November gegen Montenegro wird erneut Oliver Roggisch die Mannschaft anführen.
"Für mich ist Olli eine wichtige Bezugsperson, wir vertrauen uns. Es gibt daher keinen Grund, etwas zu ändern. Olli ist in der Kapitänsfrage die Lösung, die ich befürworte und die von der Mannschaft akzeptiert ist", sagte Heuberger.
