Meistertrainer Alfred Gislason vom THW Kiel hat die Schiedsrichter in der Handball-Bundesliga ungewöhnlich scharf kritisiert. `Wir sind längst Freiwild geworden", sagte Gislason den "Kieler Nachrichten": "Bei der Regelauslegung werden nicht die gleichen Maßstäbe angelegt."

Der Isländer wünscht sich eine konsequentere Bestrafung der gegnerischen Mannschaften und wittert hinter den Pfiffen der Unparteiischen System. "Wer versucht, so wie wir, sauber zu decken, wird bestraft", sagte Gislason mit Blick auf das Spiel in Wetzlar (27:26) am vergangenen Sonntag.

"Es heißt immer, dass es gut für die Bundesliga sein soll, wenn wir verlieren. Aber ist es auch gut, wenn wir in jedem Spiel einen Rückraumspieler verlieren?", schimpfte der 53-Jährige, der mit den Zebras in der vergangenen Saison das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Titel gefeiert hatte.

In Wetzlar hatte sich Rückraumspieler Daniel Narcisse (Einblutung im Oberschenkel), zuvor bei der 25:29-Niederlage gegen Melsungen Superstar Filip Jicha (Einblutung im Wurfarm) verletzt. Narcisse fällt für die beiden kommenden Spiele definitiv aus, Jicha ist nur eingeschränkt einsetzbar.

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