Die Spitze der DKB Handball-Bundesliga (HBL) hat die Kritik an den Reformplänen für ein mögliches Meister-Finale entschieden zurückgewiesen und ihren Überlegungen Nachdruck verliehen.

"Ich bin mir ganz sicher, dass eine solche Veranstaltung die Handball-Bundesliga und den Handball insgesamt maßgeblich nach vorne bringen kann", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann im Gespräch mit der "Handballwoche": "Die Handballszene ist für Neuerungen ja meistens nicht sehr aufgeschlossen, dennoch halte ich es für ein größeres Risiko, alles beim alten beizubehalten und abzuwarten, was kommt."

Bohmann verspricht sich von der Durchführung eines Endspiels um die Deutsche Meisterschaft, in dem sich ab der Saison 2014/15 der Erst- und Zweitplatzierte der Hauptrunde gegenüberstehen sollen, neue Impulse für die Sportart.

"Über ein solches Saison-Highlight wollen wir neue Zielgruppen erreichen, unser Markenprofil schärfen, neue Medienkanäle erschließen und die internationale TV-Vermarktung vorantreiben", sagte der Liga-Boss.

Entschieden wird über die Reformpläne auf der HBL-Mitgliederversammlung am 4. Juli. In einer Probeabstimmung unter den Vertretern der 18 Bundesligisten haben angeblich zwölf Mitglieder dem Plan zugestimmt, fünf enthielten sich, einer war dagegen.

Von den deutschen Spitzenklubs hatte es zuletzt heftige Kritik gegeben. Kiels Manager Klaus Elwardt sprach von einem "Pseudo-Spiel, das keiner braucht", und kündigte ein Veto des deutschen Rekordmeisters an.

Auch Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning hatte sich kritisch geäußert. "So ein Endspiel würde eine ganze Saison auf den Kopf stellen", sagte Hanning.

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