Auf die öffentlichen Äußerungen ihres ehemaligen Spielers Kari Kristjan Kristjansson haben die Verantwortlichen der HSG Wetzlar in einer Pressemitteilung des Vereins mit "großem Unverständnis und einiger Verärgerung" reagiert.

Der Isländer behauptete gegenüber Presse und Verein, dass er von den Mannschaftsärzten das "OK" für einen Einsatz im Länderspiel gegen Slowenien am vergangenen Mittwoch erhalten habe. Tags darauf kündigte der Klub dem Kreisläufer.

"Das ist schlichtweg die Unwahrheit", meint Geschäftsführer Björn Seipp. "Es kann auch kein Missverständnis zwischen den Ärzten und Kristjansson gegeben haben."

Nachdem der 28-Jährige erst Ende Februar am Rücken operiert wurde und seither krankgeschrieben war, hätte der Spieler laut Orthopäden und den operierenden Ärzten erst sechs Wochen nach dem Eingriff wieder am normalen Mannschaftstraining teilnehmen dürfen - das wäre am Freitag vergangener Woche gewesen.

Frühestens Mitte/Ende April wäre dann überhaupt wieder an einen Pflichtspieleinsatz zu denken gewesen.

Seipp ist bestürzt: "Das Kari die Fürsorge der hiesigen, erfahrenen Mediziner offensichtlich nicht zu schätzen weiß, ist sehr traurig. Es will mir persönlich nicht in den Kopf, warum er, mit einer Frau und zwei kleinen Kindern zu Hause, für ein Länderspiel seinen Job und vielleicht sogar sein Leben riskiert hat?"

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