Die Spitze der DKB Handball-Bundesliga (HBL) hat ihre Pläne für ein Meister-Finale bekräftigt.

"Mit diesem Spiel wollen wir neue Interessengruppen für den Handball gewinnen. Im Fußball muss man sich solche Gedanken nicht machen, er beherrscht den Sportmarkt auch so", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Rande des Final-Four-Turniers um den DHB-Pokal in Hamburg.

Gleichzeitig kritisierte Bohmann die "emotional" geführte öffentliche Debatte. "Da ist Vieles schief gelaufen. Das Thema ist viel zu früh an die Öffentlichkeit gelangt", sagte der Ligaboss.

Den Gegenvorschlag des THW Kiel, statt eines Endspiels um die deutsche Meisterschaft den Supercup aufzuwerten und ihn als Final-Turnier auszutragen, bezeichnete Bohmann als "unausgereift".

Die Liga verspricht sich von dem Endspiel um die deutsche Meisterschaft, in dem sich ab der Saison 2014/15 der Erst- und Zweitplazierte der Hauptrunde in einem Fußballstadion gegenüberstehen sollen, neue Impulse für die Sportart aufgrund besserer Vermarktungsmöglichkeiten.

Entschieden wird über die Reformpläne auf der HBL-Mitgliederversammlung am 4. Juli.

Bohmann kündigte an, sich bis dahin nicht mehr zu diesem Thema zu äußern.

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